Pressemeldungen | 25-08-2010 | 16:00 PM

Betriebsräte und IGBCE: Braunkohle sichert Arbeitsplätze

Vattenfall setzt auf gut ausgebildete Fachkräfte und Klimaschutztechnologien

Bei einer Betriebsversammlung von Vattenfall-Mitarbeitern in Boxberg forderten Betriebsräte, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) sowie die Unternehmensleitung verlässliche politische Rahmenbedingungen für den Einsatz der Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS-Technologie). Mit der Entwicklung der Technologie könnten Arbeitsplätze gesichert und das Klima geschont werden. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich betonte vor rund 400 Vattenfall-Mitarbeitern die Bedeutung der Braunkohle im künftigen Energiemix und mahnte den Erhalt von Arbeitsplätzen an. Überdies machte er deutlich: „Wir stehen nicht nur zur Braunkohle, wir bekennen uns auch zur CCS-Technologie.“  

Der Personalvorstand von Vattenfall Europe Mining & Generation, Michael von Bronk, richtete an die Mitarbeiter die klare Botschaft, dass die Braunkohle auch weiterhin das Kerngeschäft des Unternehmens in der Lausitz bleibe. „Allein in diesen Tagen beginnen 201 junge Frauen und Männer eine zukunftsfähige Ausbildung in unserem Unternehmen. Mit derzeit 728 eigenen Lehrlingen sind wir einer der größten Ausbilder in Ostdeutschland. Wir setzen auf moderne Arbeitsplätze und Technologien. Mit hoch qualifizierten Mitarbeitern und mit enormen Investitionssummen werden wir heute wie auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region leisten“, so von Bronk.  

Volker Hänsel, Betriebsratsvorsitzender der Tagebaue Nochten und Reichwalde, erklärte, dass Versorgungssicherheit das oberste Gebot für die Mitarbeiter sei: „Die Hälfte des Stroms wird heute in Deutschland auf Basis von Braun- und Steinkohle erzeugt. Die Erforschung und Entwicklung der CCS-Technologie kann einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie China, Indien, Australien oder den USA.“ Für einen breiten Energiemix und den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Lausitz macht sich Siegbert Barthel, Betriebsratsvorsitzender für das Kraftwerk Boxberg, stark: „Im Kampf gegen die Klimawandel sind neue Technologien unverzichtbar. Dazu gehört auch die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Wir brauchen die Energiestandorte Sachsen und Brandenburg, wir brauchen eine Zukunft für unsere Jugend und wir brauchen Arbeit in der Heimat“, so Barthel.  

Unterstützung erhielten die Beschäftigten durch Petra Reinbold-Knape, Vorsitzende des IGBCE-Landesbezirks Nordost: „Energiepolitik im Sinne des Landes und mit Planungssicherheit für Arbeitnehmer und Unternehmen ist für die IG BCE von höchster Bedeutung. Dem muss ein energiepolitisches Programm der Bundesregierung standhalten. Das gilt natürlich auch für die Arbeitnehmer bei Vattenfall. Auch sie haben ein Anrecht auf Planungssicherheit im Sinne langfristig tragfähiger Tarifverträge.“  

Vattenfall führt seit April 2010 den Tagebau Reichwalde weiter und kann allein dadurch 200 Arbeitsplätze in der Lausitz sichern. Im nächsten Jahr wird der zurzeit im Bau befindliche Block R im Kraftwerk Boxberg in den Dauerbetrieb gehen. Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 43 Prozent steht dann in Sachsen einer der modernsten Braunkohle-Kraftwerksblöcke der Welt. Insgesamt rund 8540 Mitarbeiter (Stand 31.12.2009) sind in den Unternehmensbereichen Vattenfall Europe Mining AG, Vattenfall Europe Generation AG sowie den für Bergbau und Stromerzeugung tätigen Bereichen der Vattenfall Europe Business Services GmbH beschäftigt.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist:
Ralf Krüger, Vattenfall Europe Mining & Generation,
Telefon (0355) 28 87 - 30 57, Fax (0355) 28 87 - 30 66,
ralf.krueger@vattenfall.de