Pressemeldungen | 13-06-2013 | 00:00 AM

Braunkohletrocknung erreicht höhere Effizienz

Bislang ungenutzte Energie heizt künftig Gebäude

Um etwa 67 Prozent konnte die Effizienz der Druckaufgeladenen Dampf-Wirbelschicht-Trocknung (DDWT) für Rohbraunkohle am Standort Schwarze Pumpe gesteigert werden. Möglich wurde dies durch die energetische Nutzung des bei der Trocknung frei werdenden Wassers, dem sogenannten Brüden. In einem von der Firma Babcock Borsig Steinmüller GmbH speziell errichteten Wärmeübertrager wird jetzt das bei der Kohletrocknung in Schwaden anfallende 140 Grad heiße Kohlewasser kondensiert und Prozessdampf erzeugt, der ein benachbartes Gebäude beheizt. Zuvor wurde die Brüdenenergie ungenutzt in die Umgebung abgegeben.

Die Druckaufgeladene Dampfwirbelschicht-Trocknung (DDWT), die am Standort Schwarze Pumpe in den vergangenen vier Jahren erfolgreich getestet wurde, ist ein Verfahren mit dem die Flexibilität der Kraftwerke erhöht werden kann bei gleichzeitig um fünf Prozentpunkte verbessertem Wirkungsgrad und zehn Prozent verringerten CO2-Emissionen. In einem nächsten Schritt soll der erzeugte Dampf komprimiert und direkt in die DDWT-Anlage zurück geführt werden. Damit könnte der Dampfbedarf weitgehend von der externen Versorgung entkoppelt und der Eigenverbrauch um weitere acht Prozent gesenkt werden.

„In Schwarze Pumpe sammeln wir wichtige Erfahrungen, um künftig das Verfahren in den Kraftwerken zum Einsatz zu bringen. Mit der DDWT können wir dann auf hocheffektive Art und Weise Trockenbraunkohle produzieren, die es uns erlaubt, die Fahrweise der Kraftwerke noch stärker zu flexibilisieren. Indem wir unsere Kraftwerke auf die Anforderungen des durch die Erneuerbaren Energien geprägten Energiemarktes ausrichten, leisten wir unseren Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland“, unterstreicht Hubertus Altmann, Vorstand für das Ressort Kraftwerke bei Vattenfall in Cottbus, das Engagement für die Entwicklung neuer Technologien wie die der Kohletrocknung.

Das Verfahren der Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung lässt es zu, bei fluktuierender Einspeisung von Erneuerbaren Energien die technische Mindestlast im Kraftwerk weiter zu senken und damit die An- und Abfahrvorgänge zu reduzieren. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Anlagenverschleiß sowie auf die Lebensdauer der Bauteile aus. Ziel ist es, Trockenbraunkohle in einer bestehenden Anlage am Kraftwerksstandort Jänschwalde einzusetzen zur weiteren Flexibilisierung des Kraftwerkparks.

 

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