Pressemeldungen | 11-02-2013 | 15:00 PM

Braunkohletrocknung macht Kraftwerke flexibler

DDWT-Versuchsanlage wechselt von Probe- in Dauerbetrieb

Ist Kohle flexibel genug, um auch künftig mit noch mehr Wind- und Solarkraft harmonisch zusammenzuwirken? Dieser Frage ist Vattenfall unter anderem in einem Projekt zur Kohletrocknung nachgegangen. Die Druckaufgeladene Dampfwirbelschicht-Trocknung (DDWT), die am Standort Schwarze Pumpe in den vergangenen vier Jahren erfolgreich im Probebetrieb getestet wurde, ist ein Verfahren mit dem die Flexibilität der Kraftwerke erhöht werden kann bei gleichzeitig verbessertem Wirkungsgrad und verringerten CO2-Emissionen. Künftig soll dieses Trocknungsverfahren großen Kohlekraftwerken ermöglichen, schnell, zuverlässig und effektiv auf die volatile Energieeinspeisung der Erneuerbaren Energien reagieren zu können. Seit Anfang Februar arbeitet die DDWT-Anlage im kommerziellen Betrieb.

„Mit dem Bemühen, unsere Kraftwerke auf die Anforderungen des durch die Erneuerbaren Energien geprägten Energiemarktes auszurichten, leisten wir unseren Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland“, sagte Hubertus Altmann, Kraftwerksvorstand bei Vattenfall in Cottbus. Altmann weiter: „Denn die Verstromung der Braunkohle in modernen und flexiblen Kraftwerken macht es den Erneuerbaren Energien erst möglich, ihr dynamisches Wachstumspotential zu entfalten und in immer größerem Umfang in das Stromnetz einzuspeisen.“ Der Einsatz von Kohle könne je nach Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenenergie angepasst werden, wodurch eine stabile Energieversorgung gesichert werde, betonte Altmann.

Seit Oktober 2008 hat Vattenfall auf dem Gelände der Veredlung im Industriepark Schwarze Pumpe die DDWT-Anlage getestet, deren Verfügbarkeit nach Abschluss aller Weiterentwicklungen bei 95 Prozent liegt. Schrittweise wurde in mehr als 15.000 Betriebsstunden ein Rohkohledurchsatz von zehn Tonnen pro Stunde erreicht. Damit ist die Anlage bereit für den kommerziellen Dauerbetrieb, bei dem sie Trockenbraunkohle ab sofort fü

r den Veredlungsbetrieb von Vattenfall als auch perspektivisch für den Einsatz in einem Großkraftwerk bereit stellen soll. Das Verfahren der Druckaufgeladenen Dampfwirbelschicht-Trocknung lässt es zu, bei fluktuierender Einspeisung von Erneuerbaren Energien die technische Mindestlast im Kraftwerk weiter zu senken und damit die An- und Abfahrvorgänge zu reduzieren. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Anlagenverschleiß sowie auf die Lebensdauer der Bauteile aus. Ziel ist es, Trockenbraunkohle in einer bestehenden Anlage am Kraftwerksstandort Jänschwalde einzusetzen zur weiteren Flexibilisierung des Kraftwerkparks.

 

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