Pressemeldungen | 25-04-2013 | 13:40 PM

Der Grundstein ist gelegt - mehr dezentrale Energie für Berlin-Buch

Der Grundstein ist gelegt: Stefan Liebich, Bundestagsabgeordneter für Pankow, und Wolf-Dietrich Kunze, Vorstand der Vattenfall Europe Wärme AG, platzierten heute Mittag die Grundsteinrolle für die neue Gas- und Dampfturbinenanlage direkt neben dem bestehenden Heizkraftwerk Buch.

Vattenfall investiert fast 10 Millionen Euro in die Optimierung und den Ausbau der dezentralen Energieerzeugung für Berlin-Buch. Das Heizkraftwerk Buch arbeitet seit 2005 nach dem umweltschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt Strom und Wärme. Nun erhält es zusätzlich eine Gasturbine mit nachgeschaltetem Abhitzekessel und ein Gebäude für diese Erzeugungseinheit. Die neue Technik erreicht einen höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung: Künftig fließt viermal soviel Strom aus der Schwanebecker Chaussee zu den Kunden - bei hundertprozentiger Nutzung der Abwärme für die Fernwärmeversorgung. Diese effizienzsteigernden Maßnahmen reduzieren den CO2 - Ausstoß in der deutschen Energieerzeugung um mehr als 20.000 t pro Jahr.

Gaskraftwerke wie das Heizkraftwerk Buch übernehmen im Zuge der Energiewende eine wichtige Aufgabe: Die hocheffizienten Gas- und Dampfturbinen-Anlagen (GuD) sind im Gegensatz zu anderen fossilen Kraftwerksarten besonders flexibel und können schnell hoch- und heruntergefahren werden. Sie helfen bei der Integration der erneuerbaren Energie, denn sie sind in der Lage, die schwankenden Energiemengen aus regenerativen Energien schnell auszugleichen.

Zugleich erfüllt Vattenfall mit der Inbetriebnahme einen Teil der Verpflichtungen aus der Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat. In dieser hatte sich Vattenfall dazu bekannt, das Ziel des Senats, die CO2-Emissionen um über 40 Prozent bis zum Jahr 2020 zu senken, durch eine Reihe von Maßnahmen zu unterstützen. Dazu gehört unter anderem der Ausbau dezentraler Erzeugungseinheiten.

Mit der Weiterentwicklung des Heizkraftwerkes Buch zu einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erfüllt die Fernwärme zukünftig das Hocheffizienzkriterium und qualifiziert sich somit als Ersatzmaßnahme im Sinne des Erneuerbare Energien Wärme Gesetzes (EEWärmeG). Bei Haus-Neubauten und Modernisierungen müssen erneuerbare Energien eingesetzt werden. Fernwärme gilt als Ersatzmaßnahme, wenn sie „hocheffizient“ ist.

Die Inbetriebnahme der neuen Anlage erfolgt voraussichtlich im April 2014. Passanten profitieren dann auch von einer schöneren Außenfassade des Kraftwerksstandortes.

Der Vorstand der Vattenfall Europe Wärme AG, Wolf- Dietrich Kunze (li.), Stefan Liebich (re.), gewählter Bundestagsabgeordneter des Bezirks Pankow und die beiden Poliere der Baustelle während der Grundsteinlegung für den Bau einer Gasturbine am Heizkraftwerk Berlin-Buch am Donnerstag, den 25. April 2013. 

Zum Heizkraftwerk Buch:

Der Kraftwerksstandort Buch steht seit 1905 für umweltschonende Energie in der Region. Seit 1995 verfügt das Heizkraftwerk über eine Leistung von fünf Megawatt (MW) elektrisch und 130 MW thermisch. Mit der neuen GuD wird der Standort insgesamt über eine Leistung von 12,5 MW elektrisch und weiterhin 130 MW thermisch verfügen. Fernwärme erhalten von hier zum Beispiel die Helios Kliniken und 10.000 Wohnungen. Einer der größten Kunden ist der Campus Buch mit rund 50 dort ansässigen Firmen. Etwa 90 Prozent der Gebäude im Versorgungsgebiet erhalten von hier ihre Fernwärme. Das dezentrale Wärmenetz hat eine Länge von 25 Kilometern.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Barbara Meifert, Vattenfall GmbH, Media and Public Relations Berlin, Telefon 030 267 14236, barbara.meifert@vattenfall.de