Pressemeldungen | 15-12-2010 | 12:00 PM

E.ON und Vattenfall vereinbaren gemeinsamen Optimierungsprozess für die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel

E.ON und Vattenfall haben mit Blick auf die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kernenergie vereinbart, gemeinsam alle Möglichkeiten zur baldigen Wiederinbetriebnahme und zur weiteren betrieblichen Optimierung der Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel zu prüfen. Dazu werden die beiden Unternehmen in den nächsten Monaten insbesondere die technischen Rahmenbedingungen und die betrieblichen Abläufe untersuchen sowie den für Modernisierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen notwendigen Investitionsbedarf ermitteln.  

Diesen Prüfungsprozess werden E.ON und Vattenfall partnerschaftlich vorantreiben. E.ON Kernkraft und Vattenfall Europe Nuclear Energy halten am Kernkraftwerk Krümmel jeweils 50 Prozent der Anteile. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel gehört mehrheitlich Vattenfall Europe Nuclear Energy, E.ON Kernkraft ist zu einem Drittel beteiligt. Die Überprüfungen haben auch zum Ziel festzustellen, ob E.ON die Betriebsführung beider Anlagen übernimmt.

Dazu Ingo Luge, Vorstandsvorsitzender der E.ON Energie AG: „Das Energiekonzept und die damit einhergehende Verständigung zur Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke haben die Rahmenbedingungen für den Betrieb der Anlagen teilweise sehr grundlegend verändert. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitsanforderungen und der entsprechenden Investitionen beschäftigen wir uns intensiv mit betrieblichen Optimierungen aller unserer Kernkraftwerke. Dabei geht es uns um eine sorgfältige Analyse aller technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage wollen wir tragfähige Lösungen für die Zukunft von Krümmel und Brunsbüttel erarbeiten.“  

Stefan Dohler, Mitglied des Vorstands der Vattenfall Europe AG, erklärte: „Mit der Vereinbarung, gemeinsam zukunftsfähige Lösungen für Krümmel und Brunsbüttel zu entwickeln, setzen wir in der  Zusammenarbeit der Miteigentümer dieser beiden Kraftwerke  neue Akzente. Der anstehende Prüfungsprozess erfolgt in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit, in die beide Partner ihre langjährigen Erfahrungen beim Betrieb von Kernkraftwerken einbringen.“

E.ON und Vattenfall verfolgen gemeinsam das Ziel, die anstehenden Analysen, Bewertungen und Konzeptentwicklungen in der ersten Jahreshälfte abzuschließen. Unverzichtbare Voraussetzung für eine Wiederinbetriebnahme ist für beide Unternehmen ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Wiederanfahren der Anlagen.  

Ansprechpartner für Rückfragen

Vattenfall Europe AG
Stefan Müller
Tel. +49/30/81 82 - 23 20
stefan.mueller@vattenfall.de

E.ON Energie AG
Josef Nelles
Tel. +49/89/12 54 - 42 52
josef.nelles@eon-energie.com