Pressemeldungen | 27-12-2011 | 10:00 AM

Erfolgsjahr 2011: Vattenfall etabliert das Virtuelle Kraftwerk als großen Wärmeversorger

2012 soll die Kapazität auf 150.000 angeschlossene Wohneinheiten erhöht werden

Für das Virtuelle Kraftwerk von Vattenfall war das Jahr 2011 ein wichtiger Meilenstein. Mit einer Kapazität von 100.000 wärmeversorgten Wohneinheiten hat der Anlagenverbund das Stadium des Probebetriebs längst hinter sich gelassen. Für 2012 ist geplant, die Wärmekapazität um 50 Prozent zu steigern und Ende des Jahres 150.000 Wohneinheiten versorgen zu können.

Dr. Frank May, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Wärme AG, betont, dass das Virtuelle Kraftwerk alle Erwartungen übertroffen hat. „Das Virtuelle Kraftwerk ist eine Erfolgsstory. Volatilen Windstrom als Wärme zu speichern ist an sich zwar noch keine spektakuläre Idee. Indem wir aber unser Know-how aus der Steuerung großer Fernwärmesysteme auf die dezentralen Anlagen übertragen konnten, hat sich ein neues Geschäftsfeld eröffnet." May weiter: „Eingebunden in das Virtuelle Kraftwerk von Vattenfall haben die angeschlossen Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen gezeigt, dass sie sich sehr gut fernsteuern lassen. Mit unserer Steuerungstechnik können handelsübliche Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen sowohl den Wärmekomfortbedürfnissen in den angeschlossenen Räumen als auch den Anforderungen eines windstromgesteuerten Lastmanagements gerecht werden. So konnten wir zeigen, dass sich mit einer entsprechenden Steuerung in der vorhandenen Netzinfrastruktur viel mehr Windstrom integrieren lässt als bisher angenommen."

Im kommenden Jahr werden erstmals Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke angeboten, die die serienmäßige Kommunikationsschnittstelle "VHP Ready" haben und ohne weitere Zusatzkosten an das Virtuelle Kraftwerk angeschlossen werden können. VHP-Ready beschreibt technische Anforderungen an einen Kommunikationsstandard, der die kostengünstige Einbindung von Geräten verschiedener Hersteller in das Virtuelle Kraftwerk ermöglicht. Damit kann das Virtuelle Kraftwerk das gesamte Leistungsspektrum vom Einfamilienhaus bis zum Gebäudekomplex mit mehreren hundert Wohneinheiten abdecken.

Die Markteinführung dieses Standards ist einer der wichtigsten Gründe, warum May auch für 2012 ein rasantes Wachstum des Virtuellen Kraftwerks erwartet: “Wenn man mit dem Kauf solch einer Anlage gleichzeitig die Option hat, sich einem so fortschrittlichen Verbundsystem wie dem Virtuellen Kraftwerk anzuschließen, ist das ein echtes zusätzliches Kaufargument." Perspektivisch denkt Vattenfall außerdem darüber nach, den Übertragungsnetzbetreibern mit dem Virtuellen Kraftwerk Sekundärregelleistungen anzubieten und damit einen weiteren Beitrag zur Netzstabilität zu leisten.

Über das Virtuelle Kraftwerk
Im Virtuellen Kraftwerk kombiniert Vattenfall Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen zu einem vernetzten, flexibel regelbaren und zentral gesteuerten Anlagensystem. Ziel ist es dabei, erneuerbare Energien besser in die Strom- und Wärmeversorgung zu integrieren. Das Virtuelle Kraftwerk ist in der Lage, während der Wärmeproduktion mit den angeschlossenen Blockheizkraftwerken (BHKW) sowohl Strom zu produzieren als auch über die Wärmepumpen gezielt regenerativen Strom zu verbrauchen. Im Oktober 2010 hat Vattenfall das Virtuelle Kraftwerk mit den ersten 15 Anlagen in Betrieb genommen. Die Überwachung und Steuerung der dezentralen Anlagen erfolgt aus der Vattenfall Wärmeleitwarte, über die auch die großen Kraftwerke gesteuert werden. Im Anlagenverbund befinden sich derzeit Wärmepumpen der Größenklassen 10 bis 25 Kilowatt thermisch und Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von 5,5 bis 2.000 Kilowatt elektrisch. Weitere Informationen über die Funktionsweise des Virtuellen Kraftwerks finden Sie unter http://www.vattenfall.de/de/virtuelles-kraftwerk.htm

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Hannes Stefan Hönemann
Tel: +49 30-267-141 86
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hannes-stefan.hoenemann@vattenfall.de