Pressemeldungen | 02-11-2011 | 10:00 AM

F60 in Welzow-Süd geht ohne Zubringer in die Kurve

Umsetzen der Technik ins Südfeld des Tagebaus beginnt Anfang 2012

300 Tonnen Stahl hatte ein riesiger Gittermastkran am Mittwoch im Tagebau Welzow-Süd anzuheben. Um diese Last erleichtert, wird die Förderbrücke F60 zwischen Neupetershain und Welzow Anfang 2012 in das Südfeld des Tagebaus einschwenken. Die abmontierte, 150 Meter lange Zubringerbrücke vom Bagger 1289 wird dann nicht mehr benötigt. Der Zubringer wird in den nächsten Wochen auseinander genommen und verschrottet.

Mit dem Übergang vom Teilfeld Welzow ins Südfeld entwickelt sich der Tagebau vom Parallelabbau zum Schwenkbetrieb. Die F60 wird so umgerüstet, dass sie mit zwei Eimerkettenbaggern auf der Hauptarbeitsebene den Restabraum im Teilfeld Welzow gewinnt. Die F60 – so genannt weil sie in drei Schnitten 60 Meter Abraum abtragen kann – muss aufgrund der geologischen Gegebenheiten im Südfeld nur noch etwa 40 Meter bis zum Kohleflöz freilegen. Der erste Schnitt, den bisher der Bagger 1289 geleistet hatte, entfällt.

Die Förderbrückentechnologie im Lausitzer Revier kann dabei auf eine etwa 90jährige Tradition zurückblicken.

Die Entwicklung begann in den 20iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und fand ihren Höhepunkt mit dem Typ F60 Anfang der 1970er Jahre im Tagebau Welzow-Süd. Die Großgerätetechnik war speziell für den effizienten Abbau von flächig liegenden Braunkohleflözen in der Lausitz entwickelt worden. In Deutschland existieren lediglich fünf Förderbrücken F60, von denen noch vier in der Lausitz aktiv sind.


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