Pressemeldungen | 16-09-2013 | 14:36 PM

Forschungsprojekt zur Energiespeicherung ausgezeichnet

Gemeinschaftsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg und Vattenfall ist Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“

Das Projekt „Thermische Batterie“ gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14. Damit würdigen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank Ideen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten.

Mit der thermischen Batterie, für deren Entwicklung ein Team von Ingenieuren, Natur- und Umweltwissenschaftlern der Leuphana Universität mit Vattenfall kooperieren, sollen künftig beispielsweise Blockheizkraftwerke (BHKW) für Ein- und Zweifamilienhäuser ausgestattet werden. Der kompakte Wärmespeicher, kann auf kleinem Raum ein Vielfaches an Energie gegenüber einem herkömmlichen Warmwasserspeicher für den Verbrauch vorhalten.

Die Integration erneuerbarer Energien in die Energieversorgung spielt im Hinblick auf die Energiewende eine große Rolle. Eine Herausforderung liegt in der schwankenden Verfügbarkeit von Solar- und Windenergie. Die Entwicklung von Lösungen zur Speicherung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien ist für Vattenfall ein zentrales Thema. „Wir haben mit zahlreichen Projekten im Bereich der Speicherung und Steuerung von erneuerbaren Energien bereits große Schritte gemacht. Durch die Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität können wir diesen Bereich weiter ausbauen.“ so Dr. Frank May, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH.

Die thermische Batterie unterscheidet sich von herkömmlichen Wärmespeichern dadurch, dass sie nicht Wasser, sondern chemische Reaktionen zur Wärmespeicherung verwendet. Als Trägermaterial wird Salz genutzt, welches mit Wasserdampf reagiert. So werden Temperaturen von über 100 Grad erreicht. Im Rahmen des Forschungsprojekts ist es erstmals gelungen eine gezielte Steuerung der Energiespeicherung vorzunehmen. „Die neue Technologie bietet mit einer nahezu verlustfreien Speicherung über lange Zeiträume, einer hohen Speicherdichte und der Möglichkeit, Energie auf höherem Temperaturniveau wieder nutzbar zu machen, entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren. Außerdem ist der Speicher mit einem Volumen von etwa einem Kubikmeter so kompakt gebaut, dass der Speicher nahezu überall aufgestellt werden kann.“, so Chemiker Professor Dr. Wolfgang Ruck, der das Projekt bei der Leuphana leitet.

Grafik: Inkubator (PDF)

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