Pressemeldungen | 17-09-2010 | 14:00 PM

Kraftwerk Moorburg: Vattenfall und BSU schließen Vergleich

Hamburgisches Oberverwaltungsgericht protokolliert Einigung

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat heute einen gerichtlichen Vergleich zwischen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Vattenfall Europe Generation AG zur wasserrechtlichen Erlaubnis für das Kraftwerk Moorburg protokolliert. Mit der gütlichen Einigung wird das letzte der Klageverfahren beendet, die Vattenfall gegen die BSU im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb eingeleitet hatte.

Kern des Vergleichs ist die Änderung der wasserrechtlichen Erlaubnis durch die BSU. Die geänderte Erlaubnis stellt sicher, dass der Süderelbe nur so viel Wasser für Kühlzwecke entnommen werden kann, wie dies zum Zeitpunkt der Ent-nahme gewässerökologisch verträglich ist (dynamisches Bewirtschaftungsmodell). Die Neuausrichtung des Bewirtschaftungsmodells erlaubt Vattenfall einen besser planbaren Betrieb des Kraftwerks.

Vattenfall akzeptiert im Gegenzug, dass die Kühlwasserentnahme während der insbesondere für die Fischwanderung problematischen sauerstoffarmen Zeiten durch gegenüber der bisherigen Erlaubnis wesentlich strengere Sauerstoffgrenzwerte noch weiter eingeschränkt wird. Dafür darf außerhalb der zumeist sommerlichen Sauerstofftäler und wenn die Süderelbe ausreichend Wasser führt, im Rahmen einer modifizierten Entnahmebegrenzung künftig mehr Elbwasser entnommen werden als derzeit erlaubt, jedoch in keinem Fall mehr als die beantrag-ten 64,4 m³/s.

Außerdem hat Vattenfall sich verpflichtet, einen sogenannten Hybrid-Kühlturm zu errichten und zu betreiben, um die Kühlwasserentnahme und -wiedereinleitung insbesondere in den Sommermonaten auf ein Minimum zu reduzieren. Die für den Kühlturm erforderlichen, gesonderten Genehmigungsverfahren laufen bereits. Vattenfall plant eine Inbetriebnahme des Kühlturms im Frühsommer 2013.

Insgesamt wird hiermit eine gezielte Verbesserung für die Gewässerökologie erreicht, da in empfindlichen Phasen nunmehr ein besserer Schutz der Elbe gewährleistet wird. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Einhaltung der Anforderungen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU; Vattenfall wird durch die geänderte wasserrechtliche Erlaubnis zugleich eine bessere Nutzung des Kraftwerks ermöglicht.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist:
Stefan Kleimeier, Vattenfall Europe AG,
Kommunikation und Public Affairs Hamburg
Telefon (0 40) 63 96 - 27 32, Fax (0 40) 63 96 - 27 70, stefan.kleimeier@vattenfall.de