Pressemeldungen | 13-10-2010 | 12:00 PM

Land Berlin und Vattenfall ziehen positive Bilanz nach einem Jahr Klimaschutzvereinbarung

Das Land Berlin und der größte Energieversorger der Stadt, die Vattenfall Europe AG, haben heute, auf den Tag genau ein Jahr nach Unterzeichnung, eine positive Bilanz ihrer Klimaschutzvereinbarung gezogen. Die Modernisierung der Berliner Kraftwerke, der Ausbau dezentraler Anlagen, das Engagement bei der e-mobility oder die Klimapartnerschaft mit der Gesobau im Märkischen Viertel sind Beispiele für die konkrete und erfolgreiche Umsetzung wichtiger Punkte der Klimavereinbarung.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit: „Die Klimavereinbarung zwischen Berlin und Vattenfall  ist auch nach einem Jahr vorbildlich in Deutschland. Kein anderes Land hat eine ähnliche Vereinbarung geschlossen. Uns ist es gelungen, den größten Energieversorger der Stadt auch auf Berlins Klimaschutzziele zu verpflichten. Das war ein wichtiger Schritt bei der Verwirklichung des Berliner Ziels, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Die Festlegungen in der Klimaschutzvereinbarung hätten dazu geführt", so der Regierende Bürgermeister weiter, „dass der Energieversorger die Bürgerinnen und Bürger insbesondere bei großen Projekten besser einbeziehe".

Wowereit: „Auf der Basis der Klimaschutzvereinbarung ist es leichter möglich, für große Projekte der Energiewirtschaft einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu erzielen. Auch weil wir in Berlin gemeinsam Maßstäbe für den Klimaschutz definiert haben. Dies gelinge derzeit keineswegs bei jedem Großprojekt in Deutschland", so der Regierende Bürgermeister.

Der Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Europe AG, Tuomo Hatakka: „Die Klimaschutzvereinbarung mit dem Land ist für unser Unternehmen seit einem Jahr die Roadmap für alle unsere Aktivitäten in Berlin. Wir haben in diesem Jahr verstanden, wie viel wir uns vorgenommen haben. Aber wir haben auch erkannt, dass wir das Potenzial haben, unsere gemeinsamen ambitionierten Ziele wirklich zu erreichen. Die Vereinbarung", sagte Hatakka weiter, „gewährleiste dem Unternehmen die für seine umfangreichen und langfristigen Investitionen in der Stadt erforderliche Planungssicherheit und Verlässlichkeit."

Dies nutze auch den Bürgerinnen und Bürgern, die zu Recht Anspruch auf preiswerte und umweltschonend gewonnene Energie anmeldeten. Vor diesem Hintergrund sei Vattenfall entschlossen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Land Berlin über die Klimaschutzvereinbarung hinaus fortzuführen.

Vattenfall plant entsprechend den Vereinbarungen mehr als eine Milliarde Euro Investitionen in neue umweltfreundliche Kraftwerksanlagen in Berlin. Für Lichterfelde wird noch in diesem Jahr die Baugenehmigung erwartet; das neue Kraftwerk soll Ende 2014 ans Netz gehen. Für den Standort Rhinstraße im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist ebenfalls ein neues Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk geplant, das spätestens 2016 den Betrieb aufnehmen soll.

Für Klingenberg ist die sogenannte „Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“ beendet; der Bau des gasbetriebenen Heizkraftwerks soll spätestens 2012 beginnen und im nächsten Schritt können die beiden geplanten Biomasseanlagen errichtet werden. Hierzu finden Gespräche mit der Senatsverwaltung für Umwelt statt, die darauf abzielen, ein gemeinsames Verständnis davon zu erarbeiten, was nachhaltige Biomassebeschaffung bedeutet. Land und Unternehmen betreten damit Neuland. Beide Seiten wissen, dass nur ein überzeugender Nachweis sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit von Biomasse zu breiter gesellschaftlicher Akzeptanz dieses regenerativen Brennstoffs führen wird.

Eine Pilotfunktion haben auch die 10.000 intelligenten Stromzähler im Märkischen Viertel, die dem Verbraucher eine eingehende Kontrolle seines Energieeinsatzes ermöglichen. Die Zähler sind ebenso wie das virtuelle Kraftwerk, das noch im Laufe des Oktobers in Betrieb gehen wird, Beispiele für intelligenten Umgang mit Energie und Beispiele für die konkrete Umsetzung von Festlegungen der Klimaschutzvereinbarung.

Diese und weitere Maßnahmen werden dazu führen, dass 2020 der CO2-Ausstoß der Berliner Kraftwerke gegenüber 1990 mehr als halbiert werden kann. Darin liegt ein erheblicher Beitrag zur Erreichung der Berliner Klimaschutzziele.

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