Pressemeldungen | 30-08-2010 | 12:00 PM

Lausitzer engagieren sich für eine attraktive Lausitz

Stiftung Lausitzer Braunkohle vergibt zum dritten Mal Förderpreis  

In der Cottbuser Hauptverwaltung von Vattenfall Europe Mining & Generation sind heute die drei Preisträger des Lausitzer Förderpreises 2009 ausgezeichnet worden. Aus sechs zuvor nominierten Projekten überzeugten die Jury der Stiftung Lausitzer Braunkohle drei Projekte, die aus ihrer Sicht in besonderem Maße zur Verbesserung der Chancengleichheit von Jugendlichen und der nachhaltigen Verbesserung der Beschäftigungssituation in der Lausitz beitragen. Der Preis war mit insgesamt 17.500 Euro dotiert. Erstmals wurde im Rahmen des Wettbewerbes ein Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro vergeben.

  • Der erste Preis ging an den Ausbildungsring Cottbus e.V. für seine Projektidee einer maßgeschneiderten Berufsausbildung für junge Mütter mit Kleinkind. Ziel der Initiative ist es, jungen Müttern ihren persönlichen Berufswunsch zu erfüllen und dabei die Rahmenbedingungen der Ausbildung so zu gestalten, dass ein Berufsabschluss im Einklang mit der Kinderbetreuung ermöglicht wird. Ihr Konzept wurde mit 10.000 Euro belohnt.
  • Den zweiten Preis erhielt das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. für den Lern-, Bildungs- und Erlebnisort „Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda". Kinder und Jugendliche aus Hoyerswerda werden auf der Farm in ihrer Freizeit pädagogisch betreut und gefördert. Die mit den Schulen abgestimmten Angebote ergänzen den Schulunterricht als auch die berufsorientierende Netzwerkarbeit der Stadt Hoyerswerda. Vielfältige Praktikumsmöglicheiten im Bereich der grünen Berufe tragen zur Förderung und Entwicklung junger Menschen in Hoyerswerda bei. Mit dieser Auszeichnung sind 5.000 Euro verbunden.
  • Den dritten Preis vergab die Jury an den Krabatmühle Schwarzkollm e.V.. Im Rahmen der Vereinsarbeit werden Bauwerke aus der Krabat-Sage auf dem Gelände der „KRABAT-Mühle" errichtet und für bildende sowie touristische Zwecke nutzbar gemacht. Dabei ist das sorbische Brauchtum wichtiger Bestandteil der Wissensvermittlung. Der Verein erhielt 2.500 Euro Preisgeld.
  • Über den erstmals vergebenen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro freuten sich die Schüler der fünften und sechsten Klasse der Mittelschule Lauta gemeinsam mit ihren Lehrern. In ihrem Schulprojekt „Klima braucht Beschützer" setzten die Schüler sich mit Themen wie Energieeinsparung und Umweltschonung auseinander. Unter professioneller Begleitung entstand am Ende einer umfangreichen Recherche eine jugendgerechte Schülerzeitung inklusive Fragebogen, die sich kindgerecht, witzig, intelligent und anspruchsvoll dem Thema widmet.

Folgende drei weitere Projekte waren für den Förderpreis nominiert:

  • Der Blinden- und Sehbehinderten Verband Brandenburg e.V. mit der Projektidee „Leben studieren und arbeiten mit Sinnesbehinderungen – Chancengleichheit für sehbehinderte und blinde Jugendliche".
  • Das Projektteam „Schule & Wirtschaft" der Stadt Guben mit dem Bildungsangebot „Kompetenzentwicklung und Praxislernen an der Europaschule" um die Folgen demografischer Entwicklung in Guben einzudämmen.
  • Der Hillersche Villa e.V. Zittau mit dem Bauprojekt am Holzhof Zittau „Jugend & Arbeitswelt – Sichern, Bauen und Erhalten", das jungen Arbeitslosen die Chance bieten soll, Kompetenzen und arbeitsmarktrelevante Qualifizierungen zu erwerben.

„Im Bezug auf das gemeinnützige Engagement werden oft zu viele Ressourcen verschenkt, weil im stillen Kämmerlein neue, eigene Ideen ausgetüftelt werden und die Vernetzung in der Region nicht optimal funktioniert. Daher wollen wir den Förderpreis nutzen, um Projekte aus der Lausitz anderen Lausitzern bekannt zu machen, Impulse zu geben für neue Ideen und den Austausch untereinander in Gang zu bringen. Über die Vielzahl der Projektträger mit ihren tollen Angeboten sind wir immer wieder erstaunt", sagte der Personalvorstand von Vattenfall Europe Mining & Generation und Vorsitzende des Stiftungsrates, Michael von Bronk.

Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2004 liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung von kulturellen, bildenden und sozialen Maßnahmen, insbesondere von Projekten im Kinder- und Jugendbereich im Lausitzer Braunkohlerevier. Die Verbesserung der beruflichen Perspektiven in Verbindung mit einer Aufwertung des Arbeitsumfeldes sollen jungen Menschen, die Entscheidung ihre berufliche und private Zukunft in der Lausitz zu suchen, erleichtern. Aus den Zinserträgen des Stiftungsvermögens von insgesamt 4,3 Millionen Euro konnten bisher 70 Projekte mit einem Fördermittelvolumen von knapp 360.000 Euro unterstützt werden.

 

Ihre Ansprechpartnerin für Informationen zur Stiftung ist:
Sabine Brumma, Stiftung Lausitzer Braunkohle,
Telefon (03 55) 28 87 - 21 21, Fax (03 55) 28 87 - 33 47,
sabine.brumma@vattenfall.de

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist:
Kathi Miedtank, Vattenfall Europe Mining & Generation,
Telefon (0355) 28 87 - 30 10, Fax (0355) 28 87 - 30 66,
kathi.miedtank@vattenfall.de