Pressemeldungen | 15-12-2010 | 14:00 PM

Probebetrieb an Kohlebandanlage in Reichwalde startet

Durchgängiger Betrieb im Tagebau Reichwalde beginnt im März 2011

An der Kohlebandanlage im sächsischen Tagebau Reichwalde ist heute der Probebetrieb gestartet worden. Damit begann gleichzeitig auch der Probebetrieb der Kohleförderung. Bis Ende Februar 2011 sollen sämtliche Anlagenteile während des Betriebes auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden, ehe im März 2011 der Regelbetrieb einsetzen kann. In dem genehmigten Abbaufeld des Tagebaus Reichwalde lagern rund 366 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Mit einem jährlichen Fördervolumen von bis zu 12 Millionen Tonnen pro Jahr liefert der Tagebau bis Mitte der 2040-er Jahre Kohle vor allem an den Kraftwerksstandort Boxberg.

Die 13,5 Kilometer lange Bandanlage transportiert die Braunkohle aus dem Tagebau Reichwalde über sechs Antriebsstationen mit einer Geschwindigkeit von knapp fünf Metern pro Sekunde zum Kraftwerk Boxberg. Bis zum Ende des Jahres ist im Probebetrieb eine Fördermenge von etwa 50.000 Tonnen Rohbraunkohle eingeplant. Im kommenden Jahr werden über acht Millionen Tonnen Rohbraunkohle abgebaut und zu den Kraftwerken transportiert. Während des regulären Betriebes kann die Bandanlage auf den zwei Meter breiten Gurtförderbändern circa 6.000 Tonnen Braunkohle pro Stunde befördern.

Als Generalauftragnehmer wurde die Firma Siemens mit dem Bau der Kohlebandanlage beauftragt. Weitere 13 Firmen wurden durch Siemens als Nachauftragnehmer gebunden. Mehr als 50 Mitarbeiter waren an der Montage der Bandanlage beteiligt. Bis zum Ende des Probebetriebes werden weiterhin rund 50 Mitarbeiter von Fremdfirmen im Tagebau Reichwalde beschäftigt sein. Für die Modernisierung zur Weiterführung des Tagebaus Reichwalde stand insgesamt ein Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit der Weiterführung des Tagebaus sind keine Umsiedlungen verbunden. Zum Schutz der Gemeinde Rietschen sowie der Hammerstädter Teiche errichtet Vattenfall eine unterirdische Dichtwand. Rund 550 Meter wurden seit Dezember 2009 gebaut. Mit dem Planfeststellungsbeschluss durch die Landesdirektion Dresden für die notwendige Verlegung des Flusses Weißer Schöps wird zu Beginn des kommenden Jahres gerechnet.

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