Pressemeldungen | 13-07-2012 | 00:00 AM

Standortentscheidung getroffen: Neues Innovationskraftwerk soll in Wedel entstehen

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein und der Hamburger Senat befürworten Wedel als Standort für das vom Energieunternehmen Vattenfall und der Stadt Hamburg gemeinsam geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Das haben die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und Vattenfall mitgeteilt.

Der Entscheidung war eine intensive und mehrmonatige Prüfung der Standorte Stellinger Moor und Wedel vorausgegangen. Genehmigungsverfahren haben an beiden Standorten begonnen. Im Ergebnis sind es vor allem die Kostenvorteile für die gemeinsame Wärmegesellschaft, die den Ausschlag für Wedel gegeben haben. Hinzu kommt eine kürzere Planungsphase, da Wedel als Kraftwerksstandort bereits voll erschlossen ist.

Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau: „Jetzt legen wir los. Das Innovationskraftwerk ist ein zentraler Baustein für die Energiewende in Hamburg. Wir haben die Standortfrage vor allem nach der Wirtschaftlichkeit entschieden. In Wedel können wir fast hundert Millionen Euro günstiger bauen.“

Schleswig-Holsteins Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Robert Habeck: Das neue Gaskraftwerk in Wedel wird einen Teil Hamburgs in hocheffizienter KWK mit Wärme versorgen. Das ist klimapolitisch gegenüber dem alten Kohlekraftwerk ein großer Fortschritt. Das flexible Kraftwerk mit Wärmespeicher ist darüber hinaus gut geeignet, die bei uns in Schleswig-Holstein sehr erfolgreiche Windenergie in der Übergangszeit zu 100 Prozent Erneuerbaren zu ergänzen. Deshalb werden wir das Projekt gerne konstruktiv begleiten.

Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Wärme AG, Frank May: „Ich freue mich, dass wir die Tradition in Wedel fortsetzen können und gleichzeitig die Integration Erneuerbarer Energien weiter voran bringen. Nach intensiver Prüfung beider Standorte waren es vor allem die erheblichen Kostenvorteile und die kürzere Planungsphase, die die Entscheidung beeinflusst haben."

Wedels Bürgermeister Niels Schmidt: „Ich freue mich über die Entscheidung für den Standort Wedel. Sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter ökologischen Aspekten ist der Ersatz des alten Kraftwerks durch das geplante Innovationskraftwerk ein Gewinn für die Stadt und Ihre Bürgerinnen und Bürger. Wedel hat eine lange Tradition als Kraftwerksstandort, die wir mit diesem Beitrag zur Energiewende gerne fortsetzen. Verwaltung und politische Entscheidungsträger der Stadt Wedel werden den Fortgang der Genehmigungsverfahren wie bisher konstruktiv unterstützen."

Mit der Entscheidung für Wedel wird das Genehmigungsverfahren am Standort Stellingen ausgesetzt. Das neue moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerk wird Fernwärme und Strom produzieren und das Steinkohlekraftwerk Wedel aus den 60er Jahren ersetzen. Bestandteil des zu errichtenden Kraftwerks ist ein innovatives Speichersystem, bei dem Windstromüberschüsse flexibel in Wärme gespeichert werden. Das Gaskraftwerk soll modernste Kraft-Wärme-Kopplung nutzen und nach aktuellen Planungen zur Heizperiode 2016/2017 in Betrieb gehen. Mit dem Bau des neuen Kraftwerkes wird die Fernwärmeanbindung des Kraftwerkes Moorburg hinfällig.

Das neue Innovationskraftwerk ist zentraler Bestandteil des Energiekonzepts mit der Stadt Hamburg. Darin hat sich Vattenfall gegenüber der Hansestadt verpflichtet, in den kommenden sechs Jahren rund 1,5 Milliarden Euro in die Energieinfrastruktur in der Metropolregion zu investieren. Schwerpunkte bilden neue Speichertechnologien und der Umbau zu intelligenten Netzen. Mit der Partnerschaft setzen Hamburg und Vattenfall ein Signal für die Weiterentwicklung der deutschen Energiewirtschaft in Zeiten der Energiewende.

 Luftbild GUD-WedelBildtext: Luftbild: GUD-Wedel

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