Pressemeldungen | 13-12-2011 | 13:00 PM

T. A. Lauta steht zu vertraglichen Verpflichtungen

Betreiber streben keinen Verkauf der Thermischen Abfallaufbereitung an, bleiben aber für Gespräche über Kommunalisierung offen

Die Betreiber der Thermischen Abfallaufbereitung (T. A.) Lauta haben aktuell keine Pläne zum Verkauf ihrer Anlage in Sachsen. Das möchten die Eigentümer Vattenfall und STEAG hiermit klarstellen.

Nach wie vor stehen die Betreiber der T. A. Lauta zur Erfüllung der vertraglich übernommenen Entsorgungsaufgaben im Verbandsgebiet des RAVON. Sie haben nicht die Absicht, diesen Vertrag gegen den Wunsch des RAVON aktiv zu beenden.

Die Initiative des RAVON, mit einer Kommunalisierung der thermischen Abfallbehandlung einem wachsenden Auslastungsproblem entgegen zu treten, habe man in den laufenden Gesprächen zwischen Betreiber und Verband zur Kenntnis genommen. Als fairer Geschäftspartner bleiben die Betreiber offen für weitere Gespräche in diese Richtung, wenn unsere Kunden dies zur Problemlösung wünschen.

Eine Einbeziehung auch anderer benachbarter Zweckverbände und der Nachbarländer in die Thematik der Auslastungssicherung ist in jedem Falle zu begrüßen und wird von den Betreibern wie bisher schon unterstützt werden. Hierdurch würden auch erhebliche, jetzt noch über die Landesgrenzen hinausgehende Transporte sächsischer Abfälle vermieden werden.

Eine zuverlässige und umweltgerechte Abfallentsorgung ist ein wichtiger Teil der Daseinsfürsorge, die Kommunen für ihre Bürger zu leisten haben. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz ist damit der Regionale Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien (RAVON) betraut. Er hatte 1997, nach gründlichen Voruntersuchungen und als Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens, die thermische Entsorgung der Abfälle einem privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen übertragen und dafür auch den Bau einer Abfallverbrennungsanlage mit höchsten umwelttechnischen Standards gefordert.
Dabei standen zwei Anlagengrößen zur Disposition. Letztlich entschied sich der RAVON wegen der spezifisch geringeren Kosten für die größere Anlage mit den geringeren Entsorgungspreisen. Die Betreiber haben das Auslastungsrisiko dieser größeren Anlage übernommen und regelmäßig durch Zukauf zusätzlicher Abfallmengen ausgeglichen.

Der Vertrag mit dem RAVON und die darin vereinbarte Mindestabfallmenge von jährlich 110.000 Tonnen war Grundlage der vor mehr als zehn Jahren gemeinsam getroffenen Investitionsentscheidung und ist Grundlage des Geschäftsmodells der T. A. Lauta.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Thoralf Schirmer, Vattenfall Europe AG,
Telefon (03 55) 28 87 – 30 67, thoralf.schirmer@vattenfall.de