Pressemeldungen | 08-08-2013 | 16:40 PM

Vattenfall hat keinen Anteil an Spree-Braunfärbung

Zur heutigen Veröffentlichung von Greenpeace nimmt Vattenfall wie folgt Stellung: Die Braunfärbung der Spree ist eindeutig auf den fortschreitenden Grundwasserwiederanstieg im öffentlich finanzierten Sanierungsbergbau zurückzuführen. Ursächlich sind hierbei die diffusen Zutritte von eisenhaltigem Grundwasser in die Spree und deren Zuflüsse innerhalb der Grundwasseranstiegsgebiete. Nachweislich hat Vattenfall keinen Anteil an diesen Braunfärbungen. Vattenfall leitet das in den Tagebau-Bereichen gehobene Grundwasser erst nach einer Wasserbehandlung in die Spree ein. Die noch verbleibenden und von den Behörden genehmigten Resteisengehalte liegen unter der Sichtbarkeitsgrenze und sind ökologisch vollkommen unbedenklich.

In den bestandskräftigen Genehmigungen zur Führung der Tagebaue, im Rahmenbetriebsplan und der Wasserrechtlichen Erlaubnis, sind Auflagen der Berg- und Umweltbehörden zur Sicherstellung der Wasserqualität von Fließgewässern auch ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Kohleförderungbis zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen sich selbstregulierenden und nachsorgefreien Wasserhaushaltes enthalten. Finanziell kommt Vattenfall diesen Auflagen durch die gesetzlich vorgeschriebene Bildung von Rückstellungen nach. Das betrifft auch Maßnahmen gegen das Eintreten von Eisenocker in Fließgewässer. Da diese strengen Auflagen auch für künftige Tagebauerweiterungen gelten, verschärfen neue Tagebaue in der Lausitz dieses Problem nicht.

Für Einzelmaßnahmen und Maßnahmepakete, für die bereits tagebaubezogene Langfristkonzepte existieren, sind erste konkrete Planungen in Gang gesetzt worden. So können vorhandene Dichtwände verhindern, dass eisenhaltiges Grundwasser aus Tagebaukippen unkontrolliert (diffus) in die natürlichen Grundwasserhorizonte eindringt. Wo keine Dichtwände existieren, übernehmen hydrochemische Barrieren an den Tagebaurändern die Aufgabe zur Neutralisation des Grundwassers bei gleichzeitigem Eisenrückhalt. Im Umfeld der Tagebau gilt es, die erhöhten Eisenfrachten möglichst an den Entstehungsorten im Boden bzw. kontrolliert in neu geschaffenen Feuchtgebieten zu fixieren. Dazu gehören ein umfassendes Quellenmonitoring im Bereich der von der bergbaubedingten Grundwasserabsenkung beeinflussten Landschaftsteile sowie die Schaffung von kleinen Weihern, der Einbau von Schleifen in Gräben und Bächen (Mäander) oder auch das lokale Aufstauen in Feuchtgebieten (Wetlands).

Vattenfall fördert zum sicheren Betrieb seiner fünf Tagebaue im Lausitzer Braunkohlenrevier jährlich knapp 400 Millionen Kubikmeter Wasser. Etwa ein Viertel des gehobenen Grundwassers mit bester Qualität wird direkt im Umfeld der Tagebaue zur Stützung und zum Schutz landschaftsprägender Gewässer und Schutzgebiete als „Ökowasser“ verteilt. Der Rest und damit weitaus größte Teil wird in den Grubenwasserbehandlungsanlagen von Vattenfall nach dem Stand der Technik gereinigt und größtenteils in die Spree eingeleitet. Ein kleiner Teil wird zu Brauch- und Trinkwasser für die Industrie und Bevölkerung aufbereitet.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Kathi Gerstner,
Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media & Public Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3010, Fax 0355 2887 3066, kathi.gerstner@vattenfall.de