Pressemeldungen | 24-09-2011 | 08:00 AM

Vattenfall schließt Vertrag mit Neupetershain

Zusammenarbeit bei Entwicklung von Infrastruktur und Tourismus

Mit einer Kooperationsvereinbarung haben heute die Gemeinde Neupetershain und das Energieunternehmen Vattenfall schriftlich ihren Willen zur weiteren partnerschaftlichen Zusammenarbeit bekundet. Ziel beider Partner ist es, die Lebensqualität in der Gemeinde am Tagebau Welzow-Süd mit Blick auf die bergbauliche und demografische Entwicklung zu erhalten. Anlass dieser Vertragsunterzeichnung sind Feierlichkeiten, die an die Umsiedlung der Ortslage Geisendorf vor zehn Jahren erinnern sollen. Im Bürgertreff des Wasserturms von Geisendorf trafen sich heute Vertreter der Brandenburgischen Landesregierung, des Amtes Altdöbern, der Gemeinde Neupetershain sowie von Vattenfall.

Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, erinnerte in seinem Grußwort an die Leistungen der Geisendorfer während der Zeit der Umsiedlung: „Sie haben damals die Vergangenheit hinter sich lassen müssen und sich trotzdem aktiv mit Ideen, Vorschlägen und konstruktiver Kritik in die Gestaltung Ihrer neuen Siedlung eingebracht. Damit haben Sie ein wichtiges Stück Zukunft für sich und Ihre Gemeinde geschaffen, auf das Sie – neben allen Erinnerungen an die alte Heimat – mit Fug und Recht stolz sein können.“ Die heute unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinde Neupeters-hain zeige, dass der Energiekonzern seine regionale Verantwortung für die vom Tagebau betroffenen Gebiete sehr ernst nehme, so der Minister.

Der Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren konzentriert den Fokus der Zusammenarbeit auf die drei Schwerpunktfelder Infrastruktur, Bergbautourismus und Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit. In Jahresplanungen stimmen die Vertragspartner die maßnahmenkonkreten Arbeitspläne ab, wobei auch kurzfristige Maßnahmen ermöglicht werden sollen. Alle Maßnahmen zielen auf die Schaffung entscheidender Voraussetzungen für die erfolgreiche Entwicklung des Ortes auch für die Zeit nach Beendigung der Tagebautätigkeit ab. Die Gemeinde Neupetershain wird bereits seit mehreren Jahren durch den vom Land Brandenburg genehmigten Tagebau Welzow-Süd tangiert. Knapp 540 Hektar Gemeindegebiet befinden sich im Abbaufeld des Tagebaus, wodurch die Umsiedlung des Ortes Geisdendorfs Ende der 1990er Jahre notwendig wurde.

„Mit der Umsiedlung von Geisendorf hat Vattenfall wichtige Maßstäbe für nachfolgende Umsiedlungen gesetzt. Wenngleich diese Umsiedlung aufgrund ihrer Größe fast familiären Charakter trug, hat sie doch Meilensteine für unser Prinzip einer Sozialverträglichen Umsiedlung gesetzt“, so der Leiter Bergbauplanung/ Genehmigung bei Vattenfall, Prof. Dr. Detlev Dähnert. „Für den Erhalt der Lebensqualität aller Bewohner der Gemeinde Neupetershain haben wir mit dem heute unterschriebenen Vertrag eine verbindliche Grundlage geschaffen und letztendlich auch ein Bekenntnis abgegeben. Als Bergbautreibender sehen wir uns ganz klar in der Verantwortung an den Entwicklungsperspektiven und Zukunftschancen der Gemeinde Neupetershain im Rahmen unserer Möglichkeiten mitzuarbeiten.“

„Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein bedeutender Schritt, uns unserem gemeinsamen Ziel - der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, näher zu bringen. Damit ist ein Fundament für den Erhalt der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neupetershain in der Nachbarschaft zum Tagebau geschaffen worden, auf das die weitere Gemeindeentwicklung und das Gemeinschaftsleben bauen können. Insofern werden die Themen, Immissionsschutz, die Grundwasserentwicklung, der Naturraum und die Infrastruktur im Vordergrund unseres gemeinsamen Wirkens stehen“, sagte der Amtsdirektor des Amtes Altdöbern, Detlef Höhl.

Die Umsiedlung der Ortslage Geisendorf wurde am 12. November 2001 abgeschlossen. Begonnen hatte der Umsiedlungsprozess für Geisendorf im Jahr 1996 mit der Vorlage des Angebots für die Vorbereitung und Durchführung der Umsiedlung Geisendorf/Sagrode durch den Bergbautreibenden. Der sich auf Wunsch der Bürger in direkter Nachbarschaft des Ortes Neupetershain befindliche Standort mit 26 Baugrundstücken weist ein ähnliches Erscheinungsbild wie der Altstandort auf. Unter Mitgestaltung der Bürger wurden am neuen Standort 12 Bauvorhaben realisiert. Zudem wurde ein alter Wasserturm zu einem Bürgertreff an der Nahtstelle zwischen Haupt- und Ansiedlungsstandort umgebaut, ein Ensemble mit Ausstrahlung.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen sind:
Kathi Miedtank, Vattenfall Europe AG,
Telefon (03 55) 28 87 - 30 10, kathi.miedtank@vattenfall.de

Ursula Andreack, Amt Altdöbern,
Telefon (03 54 34) 600 11, hauptamt@amt-altdoebern.de