Pressemeldungen | 23-08-2011 | 12:00 PM

Vattenfall startet Bau seines ersten Berliner Biomasse-Heizkraftwerks

Umweltfreundliche Energie für etwa 30.000 Wohnungen

Der erste Schritt auf dem Weg zum verstärkten Einsatz regenerativer Energien im Berliner Norden ist getan:

Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz,
Rainer Knauber, Generalbevollmächtigter von Vattenfall für Berlin und die neuen Bundesländer,
Wolf-Dietrich Kunze, Vorstand der Vattenfall Europe Wärme AG sowie
Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf und
Jörg Franzen, Vorstand der Gesobau, legten heute gemeinsam Hand an bei der Grundsteinlegung für das neue Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel. Damit hat der Bau der Anlage offiziell begonnen.

Dazu wird das bestehende Fernheizwerk im Bezirk Reinickendorf umgestaltet und die neue Anlage in das denkmalgeschützte Gebäude in der Wallenroder Straße 2 integriert. Ab der Heizperiode 2012/2013 soll die neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage etwa 30.000 Wohnungen des Märkischen Viertels, Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen umweltfreundlich mit Warmwasser und Wärme versorgen. Sie wird über eine thermische Leistung von 18 Megawatt und eine elektrische Leistung von fünf Megawatt verfügen.

„Wir halten Wort und senken weiter die CO2-Emissionen in Berlin. Der Bau dieses umweltfreundlichen Biomasse-Heizkraftwerkes ist ein weiterer Meilenstein unserer Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin und unserer Klimapartnerschaft mit der Gesobau“, versichert Rainer Knauber, Generalbevollmächtigter von Vattenfall für Berlin und die neuen Bundesländer.

„Ich freue mich, dass hier Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zum Einsatz kommen wird. So wie wir es mit Vattenfall im Frühjahr dieses Jahres in der Vereinbarung über die Nachhaltigkeit der Biomassebeschaffung festgelegt haben“, stellt Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher fest.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer resümiert für das Märkische Viertel eine positive Entwicklung: „Es tut sich viel im Märkischen Viertel. Nun baut Vattenfall hier sein erstes Biomasse-Heizkraftwerk. Mit fast 500 Mio. Euro schweren Investitionen in die Sanierung von Wohnungen leistet die Gesobau einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. Rund 15 Mio. Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau West und aus bezirklichen Mitteln für Sport- und Grünanlagen ergänzen die Maßnahmenfülle, durch die das Märkische Viertel eine erhebliche Aufwertung erfahren hat.“

„Mit dem Bau des Biomasse-Heizkraftwerkes nimmt unsere Vision weiter Gestalt an: 2015 wird das Märkische Viertel Deutschlands größte Niedrigenergiesiedlung sein! Durch die energetische Modernisierung des Quartiers senken wir den Wärmebedarf und die CO2-Emissionen um mehr als die Hälfte. Aber erst die Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien macht möglich, dass das MV in wenigen Jahren eine CO2-neutrale Energiebilanz aufweisen wird“, freut sich Jörg Franzen, Vorstand der GESOBAU.

Mit dem Land Berlin hat Vattenfall im Oktober 2009 eine Klimaschutzvereinbarung abgeschlossen. Darin hat sich Vattenfall verpflichtet, im Jahr 2020 die Hälfte seiner CO2-Emissionen von 1990 auszustoßen. Um eine langfristig sichere und Klima schonende Energieversorgung zu gewährleisten, investiert Vattenfall am Standort Berlin mehr als eine Milliarde Euro. Das Unternehmen setzt dabei auf zukunftsweisende Technologien und die Hilfe von innovativen und umweltfreundlichen Lösungen.

Vattenfall und Gesobau verbindet seit Juli 2010 eine sogenannte Klimapartnerschaft. Sie ist ein Baustein der Entwicklung des Märkischen Viertels zu Deutschlands größter Niedrigenergiesiedlung. Der Einsatz von Fernwärme auf Basis von Biomasse mit Kraft-Wärme-Kopplung, der Einbau von intelligenten Stromzählern und der Bezug von Ökostrom für den Allgemeinstrom sind Grundpfeiler der Klimapartnerschaft.

Beide Vereinbarungen haben die Verminderung von CO2-Emissionen zum Ziel, das unter anderem durch den Bau des Biomasse-Heizkraftwerkes im Märkischen Viertel erreicht werden soll.

Vattenfall in Berlin

Jede dritte Wohnung in der Hauptstadt bezieht Wärme von Vattenfall. Sie wird umweltfreundlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in Berliner Heizkraftwerken erzeugt. Rund 1,5 Millionen Berliner Stromkunden im Privat-, Gewerbe- und Industriebereich vertrauen auf Vattenfall. Das Unternehmen sorgt für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung und treibt zukunftsweisende Projekte wie Smart Meter (intelligente Stromzähler) und Elektromobilität voran. In den nächsten Jahren will Vattenfall in Berlin insgesamt über eine Milliarde Euro investieren.

Die GESOBAU AG

Das städtische Berliner Wohnungsunternehmen betreut rund 37.000 eigene Wohnungen im West- und Ostteil der Stadt. Die 60er-Jahre-Großsiedlung „Märkisches Viertel“ in Reinickendorf erzeugt durch laufende Modernisierung zurzeit internationale Aufmerksamkeit. Die GESOBAU ist solide und wettbewerbsfähig aufgestellt und engagiert sich nachhaltig für gute Nachbarschaften in ihren Quartieren.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist:

Barbara Meifert
Vattenfall Europe AG
Telefon +49/30/2 67-14236, Fax +49/30/2 67-10805
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