Pressemeldungen | 11-11-2011 | 10:00 AM

Vattenfall steht zu seiner Verantwortung für Klimaschutz und Versorgungssicherheit

Vattenfall begrüßt jedes Engagement zur weiteren Reduktion von CO2-Emissionen und nimmt dabei seine Verantwortung für Klimaschutz sehr ernst. Für die sichere Versorgung eines Industrielandes mit Energie müsse es aber neben dem Klimaschutz auch um Versorgungssicherheit sowie um bezahlbare Strompreise gehen, erklärte der Konzern am Freitag anlässlich einer Demonstration von Greenpeace-Aktivisten vor dem Haupttor des Kraftwerkes in Jänschwalde. Auch mit der Umweltschutzorganisation sei das Unternehmen dazu im Gespräch.

„Der jüngste Klimabericht der US-Regierung zeigt, dass nicht nur in Deutschland, sondern weltweit die CO2-Emission deutlich und nachhaltig reduziert werden muss. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach einer stabilen und bezahlbaren Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten noch steigen. Beiden Anforderungen gerecht zu werden, ist eine Aufgabe, die nur im gesellschaftlichen Konsens gelöst werden kann", sagte Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe Mining und Vattenfall Europe Generation, am Freitag. „Dass der Braunkohle dabei in Deutschland eine Schlüsselrolle zukommen kann, belegt die in dieser Woche in Cottbus vorgestellte Studie der Prognos AG. Mit der Anwendung der CCS-Technologie garantiert dieser heimische Rohstoff im Verbund mit den erneuerbaren Energien eine CO2-arme und preiswerte Grundlastversorgung mit Strom. Darüber hinaus sichert er zehntausenden Menschen in Ostdeutschland ihren Arbeitsplatz."

Nach den Vorstellungen von Vattenfall soll Jänschwalde der erste Kraftwerksstandort in Deutschland sein, der die Technologie der Abscheidung und unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid im kommerziellen Kraftwerksbetrieb anwendet.

Vattenfall arbeitet seit Jahren konsequent an der Verringerung seiner Kohlendioxidbilanz. Allein in Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Kraftwerk Jänschwalde sind seit 1996 fast zwei Milliarden Euro investiert worden. Bis heute konnten dadurch – bezogen auf die Werte der Strom- und Wärmeerzeugung im Jahr 1990 – die Emission von Staub um 99 Prozent, von Schwefeldioxid um 96 Prozent und von Stickstoff um 76 Prozent reduziert werden. In der gleichen Zeit wurde eine CO2-Reduzierung um 14 Prozent erreicht. Das entspricht einer Einsparung von 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr.

Durch die Erneuerung von Kraftwerksanlagen konnten auch die Wirkungsgrade einzelner Blöcke gesteigert werden, was eine geringere CO2-Emission pro erzeugter Megawattstunde zur Folge hat und sich auf den ökologischen Fußabdruck der Verbraucher direkt auswirkt. So war der Wirkungsgrad des Blocks C in Jänschwalde nach dessen Revision in diesem Jahr von 36,2 auf 37,5 Prozent gestiegen.

Zudem geht Vattenfall auch in der Lausitz zahlreiche neue, wissenschaftlich begleitete Wege, die eine Minimierung von Kohlendioxid-Emissionen zum Ziel haben. In den Versuchs-Anlagen der Vattenfall-Tochter GMB in Senftenberg beispielsweise binden Mikroalgen CO2 aus Braunkohlenrauchgas und bilden gleichzeitig wertvolle Biomasse. Der Energiewald auf ehemaligem Tagebaugelände in Welzow-Süd und drei Anbauflächen für die ertragreiche Energiepflanze Durchwachsene Silphie in Südbrandenburg sind weitere Beispiele für das Engagement von Vattenfall im Bereich der erneuerbaren Energien.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist:
Thoralf Schirmer, Vattenfall Europe AG,
Telefon (03 55) 28 87 – 30 67, Fax (03 55) 28 87 - 30 66,
thoralf.schirmer@vattenfall.de