Pressemeldungen | 16-12-2010 | 10:45 AM

Vattenfall steuert erste Hamburger Privat-Anlagen

Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke arbeiten im Virtuellen Kraftwerk

Architekt und Immobilienbesitzer Paul-Günter Frank ist der erste Hamburger, der seine drei Blockheizkraftwerke und seine Wärmepumpe von Vattenfall über das Virtuelle Kraftwerk steuern lässt. Die dezentralen Anlagen versorgen eine Reihenhaussiedlung in Hamburg Bramfeld. Durch die zentrale Steuerung kann Vattenfall bei Windstromüberschuss im Netz gezielt die Wärmepumpen aktivieren, die den Windstrom dann in CO2 freie Wärme umwandeln und in Pufferspeichern für den Verbrauch vorhalten. Das wird sich für den Diplom-Ingenieur in einem zweiten Schritt bei den Energiekosten bemerkbar machen, was wiederum den Mietern zu Gute kommt und somit der Vermietbarkeit der Wohnimmobilie. Außerdem hat Vattenfall stets im Blick, ob die Anlagen betriebsbereit sind oder ein technischer Defekt vorliegt. Auch darum kümmert sich der Energieversorger. Die Überwachung und Steuerung der Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke erfolgt aus der Vattenfall Wärme-Leitwarte in Berlin. Dort war das virtuelle Kraftwerk vor sechs Wochen mit den ersten 15 Berliner Anlagen in Betrieb gegangen.

Die KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) und Wärmepumpen im Virtuellen Kraftwerk versorgen bereits seit Inbetriebnahme im Oktober mehr als 2.000 Wohneinheiten, bis Ende des Jahres werden es 6.000 sein. Der große Vorteil des Virtuellen Kraftwerks liegt in der Kombination von Blockheizkraftwerken und Wärmepumpen zu einem vernetzten, flexibel regelbaren und zentral gesteuerten Anlagensystem. Es ist das erste Kraftwerk, das während der Wärmeproduktion sowohl in der Lage ist, mit den angeschlossenen Blockheizkraftwerken (BHKW) Strom zu produzieren als auch über die Wärmepumpen gezielt regenerativen Strom zu verbrauchen.

Dr. Frank May, der Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Europe Wärme AG: „Wir freuen uns sehr, Herrn Frank als Pionier für unseren Kernmarkt Hamburg gewinnen zu können und seine Anlagen in unser Virtuelles Kraftwerk zu integrieren. Wir arbeiten verstärkt daran den Anlagenverbund weiter auszuweiten.“ Er erwartet eine sehr dynamische Entwicklung: „Wir schaffen Raum für erneuerbare Energien. Es ist uns gelungen, unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Steuerung von Heizkraftwerken und Fernwärmesystemen in dieses Projekt einzubringen. Indem wir es geschafft haben, unterschiedlichste Anlagen in unserem virtuellen Kraftwerk einzubinden, haben wir uns deutschlandweit ein enormes Erweiterungspotenzial erschlossen. Unser Ziel ist es, mit dem Virtuellen Kraftwerk bis Ende des kommenden Jahres 100.000 Wohneinheiten mit Wärme zu versorgen.“

Während andere Energieversorger nur Anlagen eines bestimmten Herstellers betreuen, eröffnet Vattenfall den Betreibern aller BHKW und Wärmepumpen den Zugang zum Virtuellen Kraftwerk. Dies Konzept hat auch Paul-Günter Frank überzeugt: „Ich bin überaus zufrieden. Durch die Anbindung an das Virtuelle Kraftwerk von Vattenfall, kann ich mit meinen ohnehin schon sehr effizienten dezentralen Anlagen noch mehr CO2 einsparen, die Heizkostensteigerung begrenzen und somit die Vermietbarkeit unserer Wohnimmobilie steigern.“

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen ist:

Stefan Kleimeier
Vattenfall Europe AG
Pressesprecher
Telefon (0 40) 63 96 - 27 32
stefan.kleimeier@vattenfall.de