Pressemeldungen | 28-05-2010 | 15:30 PM

Vattenfall übergibt „Hans Schuster-Hof“ in Trebendorf

Schrotholzhaus, Backhaus und sanierte Scheune bilden historisches Ensemble

Das architektonische Kulturdenkmal „Schrotholzhaus, Tiergartenstraße 18“ von Trebendorf hat seinen neuen Platz in der zukünftigen Ortsmitte von Trebendorf bekommen. Im Rahmen der Teilortsumsiedlung Trebendorf wurde das einstige Wohnhaus des Dudelsackspielers, Hans Schuster, sowie das zugehörige Backhaus durch Vattenfall umgesetzt und nach Denkmalschutzkriterien saniert. Eine auf dem Grundstück vorhandene Scheune wurde ebenfalls saniert. Zusammen bilden die drei Gebäude ein historisches Bau-Ensemble, dem heute zur Einweihung der Name „Hans Schuster-Hof“ gegeben wurde. Gemeinsam haben der Trebendorfer Bürgermeister, Peter Mäkelburg, und der Leiter Bauwesen von Vattenfall Europe Mining & Generation, Joachim Kretschmer, das Namensschild enthüllt.

„Mit der Umsetzung des Schrotholzhauses hat Trebendorfs neue Mitte erste Gesichtszüge bekommen. Wir sind mit der Arbeit der beteiligten Firmen, die fast komplett aus der näheren Umgebung stammen, sehr zufrieden. Dieser Hof samt Backhaus und Scheune gibt auf beeindruckende Weise Einblick in die traditionelle sorbische Architektur der Region. Nun wünschen wir der Gemeinde Trebendorf und der Domowina genauso viel Geschick, dieses Anwesen mit Leben und sorbischem Brauchtum zu erfüllen. Auf diese Weise erhält das gesamte Schleifer Kirchspiel eine weitere touristische Attraktion“, sagte Joachim Kretschmer.

An der Realisierung arbeiteten zehn Firmen mehr als ein Jahr. Darunter das Planungsbüro ARCON aus Cottbus, die Holzbau und Bedachung GmbH Harald Rösch aus Groß Düben, das Landschaftsarchitekturbüro Nickel aus Dresden, die Straßen- und Tiefbaufirma Pasora aus Hoyerswerda sowie Baubetriebe unter anderem aus Halbendorf, Jämlitz und Weißwasser. Wichtige Etappen in der Bauphase waren der Rückbau des Schrotholzhauses sowie des Backhauses und deren Aufarbeitung. Den Holzmontagearbeiten und der Sanierung der Scheune schlossen sich zuletzt die Arbeiten an der Freiflächengestaltung an. Anforderungen des Denkmalschutzes wurden getragen. So wurden die Holzwände mit Moos abgedichtet, das Sockelholz mit Leinöl gestrichen und Wand- und Deckenflächen der Stube im Schrotholzhaus mit Lehm verputzt. Auch die Innentüren wurden nach historischem Vorbild als Brettertüren gebaut und eingesetzt.

„Unsere deutsch sorbischen Bürger wissen um den Schatz der sorbischen Kultur und der alten sorbischen Sitten und Gebräuche. Mit der Umsetzung und der Gestaltung des ‚Hans Schuster-Hofes’ hat Vattenfall einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Kultur der ‚Schleifer Sorben’ geleistet“, so Mäkelburg.

Grundlage der jetzigen Einweihung ist der im Jahr 2008 vereinbarte Trebendorf-Vertrag, in dem Möglichkeiten der Nutzung bereits geregelt sind. Neben Ausstellungen zu sorbischen Bräuchen und Sitten soll im „Hans Schuster-Hof“ die Ortschronik von Trebendorf untergebracht werden genauso wie Erinnerungswerte. In erster Linie soll es aber dem ehemaligen Bewohner, Hans Schuster, und seiner Leidenschaft für das Dudelsackspielen gewidmet sein. Aus diesem Grund wird das sechste Internationale Dudelsackfestival am 18. Juni 2010 auf dem „Hans Schuster-Hof“ eröffnet. Perspektivisch soll ebenfalls eine Ausstellung mit Dudelsackmodellen Besucher anlocken. Hans Schuster wurde vor 100 Jahren, am 28. August 1910, geboren und verstarb im April 1994.

Kontakt

Miedtank Kathi
kathi.miedtank@vattenfall.de
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