Pressemeldungen | 20-09-2013 | 08:33 AM

Vattenfall übergibt neue Fischereigewässer in Rietschen

Hammerstädter Teichanlagen erhalten Ersatz für Inanspruchnahme durch Tagebau

Drei neu geschaffene Teiche zwischen den Rietschener Ortsteilen Werda und Hammerstadt hat Vattenfall am heutigen Freitag, 20. September, an die Fischzucht Rietschen GmbH übergeben. Die Fischereigewässer mit einer Gesamtwasserfläche von 30 Hektar sind ein Ausgleich für die Stilllegung von sechs kleineren Teichen und die teilweise Inanspruchnahme von zwei Teichen durch den fortschreitenden Tagebau Reichwalde und den damit im Zusammenhang stehenden Bau einer Dichtwand im Norden der Gemeinde Rietschen. Zudem wurde im September mit der Errichtung des Alten Schenkteiches westlich der Ortslage Hammerstadt begonnen. Diese Arbeiten sollen im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein.

„Mit unserem heimischen Energieträger Braunkohle wird täglich Strom für Millionen Haushalte, mittelständische und Industriebetriebe erzeugt. Um das zu leisten und für den gewachsenen Bedarf Braunkohle in ausreichender Menge zu gewinnen, sind Eingriffe in den Naturraum und manchmal, so wie hier, auch in den wirtschaftlichen Bestand von Unternehmen unvermeidlich“, sagte Hubertus Altmann, Vorstand für das Ressort Kraftwerke der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG am Freitag. „Das verpflichtet Vattenfall zu einem angemessenen Ausgleich. Darüber hinaus empfinden wir es aber auch als eine einzigartige Chance, gemeinsam mit der Gemeinde und dem betroffenen Fischzuchtbetrieb eine regionale Landschaft so zu gestalten, dass ihr ursprünglicher, historisch gewachsener Charakter neu belebt wird und erhalten bleibt.“

„Als ich vor einer Woche die ersten Luftaufnahmen der neuen Teiche mit den verbliebenen Altteichen betrachten konnte, war mir klar: Hammerstadt hat nun wieder eine geschlossene Teichlandschaft, und schon in wenigen Jahren werden nur noch die Insider wissen, wo Alt aufhört und Neu anfängt“, sagte Helmut Tusche, Geschäftsführer der Fischzucht Rietschen GmbH. „Ebenso haben bereits viele Tier- und Pflanzenarten das neue Refugium erobert, allen voran die zahlreichen Wasservögel. Besonders freut mich natürlich, dass auf Grund der zügigen Fertigstellung auch schon ein Besatz mit einsömmrigen Karpfen erfolgreich im Blumeteich durchgeführt werden konnte.“

Die Arbeiten am Heide-, Mittel und Blumeteiche hatten im April 2012 begonnen. Seit dieser Zeit wurden von der Firma Nadebor aus Krauschwitz 380.000 Kubikmeter Erdaushub bewältigt. 23.000 Kubikmeter Boden wurden in den Teichdämmen verbaut. Zur Verbesserung des Initials im Blume- und Mittelteich wurde Teichschlamm aus dem stillgelegten Teichgebiet antransportiert. Abschließend wurden 4.179 Heister, Sträucher und Sämlinge zur abschließenden Gestaltung der jungen Teichlandschaft gepflanzt. Zur Baumaßnahme gehört ebenfalls die Anlage Wegenetzes. Um die besondere Kulturlandschaft auch touristisch erlebbar zu machen, wurde eine schöne Strecke für Wanderer und Radfahrer durch die Alt- und Neuteiche gestaltet – mit Schutzhütte, Aussichtshügel und Informationspunkten.

Der Blumeteich, das südöstlichste der drei neuen Gewässer, ist nach dem Fischzuchtmeister Hans-Joachim Blume benannt. Er hatte mit seinem Wirken nach dem zweiten Weltkrieg wesentlich zum Erhalt und Fortbestand der Hammerstädter Teiche beigetragen.

 

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