Pressemeldungen | 28-08-2013 | 12:38 PM

Vattenfall und BMW Group starten Projekt „Second Life Batteries“

Batterien aus Elektrofahrzeugen werden als Stromspeicher weiter genutzt

Elektromobilität und die Speicherbarkeit von erneuerbaren Energien sind zwei zentrale Themen des Klimaschutzes und der Energiewende in Deutschland. Wie diese beiden Technologiefelder miteinander verzahnt und fortentwickelt werden können, das untersuchen jetzt Vattenfall und die BMW Group in dem gemeinsamen Projekt „Second Life Batteries“. Batterien, die in Elektrofahrzeugen wie dem BMW ActiveE oder dem BMW i3 zum Einsatz kommen, werden am Ende ihres Lebenszyklus von Vattenfall als flexible Speicher für erneuerbare Energien und zur Sicherung der Stabilität des Stromnetzes eingesetzt. Die BMW Group und Vattenfall wollen das Alterungsverhalten und die Speicherkapazität der gebrauchten Lithium-Ionen-Batteriemodule in verschiedenen Teilprojekten analysieren.

Die Projektkooperation von Vattenfall und der BMW Group ist zunächst auf die Dauer von fünf Jahren angelegt und untersucht mögliche Einsatzgebiete für „Second Life Batteries“. Ab Ende dieses Jahres soll in der Hamburger HafenCity ein Teilprojekt den Einsatz von ausgedienten Batteriespeichern als Leistungspuffer von Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge untersuchen, um so das Stromnetz während des Ladevorgangs zu entlasten. Ein weiteres Projekt untersucht die direkte Speicherung von Solarstrom für die Erhöhung des Eigenverbrauchs. Voraussichtlich Mitte 2014 startet der Bau eines Batteriespeichers mit einer Größe von zwei Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von etwa 1,6 Megawattstunden (MWh)*. Dieser Batteriespeicher wird in das existierende Virtuelle Kraftwerk von Vattenfall integriert, das bereits heute dafür sorgt, dass Strom aus erneuerbaren Energien besser in das deutsche Stromnetz integriert werden kann.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung mit der BMW Group sagte Dr. Frank May, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Wärme AG: „Mit dem Virtuellen Kraftwerk haben wir einen wesentlichen Schritt zur besseren Integration von erneuerbaren Energien und zur Speicherung von Energie bereits gemacht. Durch die Zusammenarbeit mit BMW können wir diesen Weg konsequent weiter verfolgen, denn durch die Kombination von Elektromobilität und der Weiternutzung der Batterien leisten wir auch hier einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.“

„Auf Basis der laufenden internationalen Batterieprojekte entwickelt die BMW Group eine Gesamtstrategie für den langfristigen stationären Einsatz“, kündigte Ulrich Kranz, Senior Vice President BMW i, an. „Anstatt direkt dem Recycling zugeführt zu werden, können die Batterien mit ihrem langfristigen Nutzungspotenzial ideal für eine nachhaltige Weiterverwendung genutzt werden. Wir leisten mit BMW i damit auch einen Beitrag zu einer möglichst flächendeckenden Nutzung von erneuerbarer Energie.“

Dem Projekt „Second Life Batteries“ gingen bereits mehrere erfolgreiche Kooperationen zwischen Vattenfall und BMW im Bereich Elektromobilität voraus. So haben die Partner bereits ab dem Jahr 2009 das Projekt „MINI E“ gemeinsam umgesetzt, in dem 50 MINI E im Alltag getestet und darüber hinaus das so genannte gesteuerte Laden der Fahrzeuge erprobt wurden.

* Die Speicherkapazität von 1,6 MWh reicht rechnerisch aus, um damit rund 50 BMW ActiveE oder etwa 75 BMW i3 zu betanken.

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Lutz Wiese
, Vattenfall GmbH,
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