Pressemeldungen | 16-09-2010 | 12:00 PM

Vattenfall und Rietschen vereinbaren Zusammenarbeit

Vertrag sichert Gemeinde am Tagebau Reichwalde langfristig Lebensqualität

Vertreter der Gemeinde Rietschen sowie des Unternehmens Vattenfall haben heute eine Vereinbarung zur kontinuierlichen und langfristigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Auf dieser Grundlage wollen beide Vertragspartner mehr für die Lebensqualität aller Einwohner erreichen und die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft gemeinschaftlich planen. Zur Umsetzung dieser Ziele stimmen sich Gemeinde und Vattenfall künftig in regelmäßigen Gesprächen über anstehende Projekte ab, die in konkrete Arbeitspläne münden sollen.

„Unser Unternehmen leistet als Bergbautreibender seinen Beitrag, indem wir soziale und regionale Verantwortung übernehmen. Mit dieser Vereinbarung haben wir eine juristische Form gewählt, die es für Dritte transparent und nachvollziehbar werden lässt, in welcher Weise Vattenfall unterstützend tätig wird", sagte Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Mining & Generation. So werden Projekte der Gemeinde unter Nutzung der Haushaltsmittel und der Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand durch die Gemeinde umgesetzt und durch Vattenfall unterstützt. Diese Zuwendungen stehen dabei im Verhältnis zu den bergbaubedingten Belastungen. „Gerade die Umverlegung des Weißen Schöps bedeutet für die Anwohner eine neue Situation. Auch die Verlegung der Hammerstädter Teiche oder der Bau der Dichtwand bringen zeitlich begrenzt Beeinträchtigungen mit sich, die wir kompensieren wollen", so Zeiß.

Ausgangspunkt der Vereinbarung ist das im Februar 2009 gemeinsam abgestimmte Zukunftskonzept „Natur- und Freizeitwelten Rietschen – mit Ideen in die Zukunft". Darin wurden vier Handlungsfelder – Wirtschaft, Natur und Landschaft, Lebensqualität und Infrastruktur sowie Freizeit und Tourismus – festgelegt, denen Maßnahmen zugeordnet sind. Bereits im Jahr 2005 hatten die ersten Gespräche zwischen der Gemeinde Rietschen und der Vattenfall Europe Mining AG im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme des Tagebaues Reichwalde begonnen.

„Intensive Vertragsverhandlungen erfolgten ab 2007 auf der Basis des Zukunftskonzeptes der Gemeinde Rietschen mit der Zielstellung, den Erhalt der Lebensqualität für die Bürger mittels einer Vereinbarung zu sichern. Die Vertragsverhandlungen waren von konträren Standpunkten wie auch vom kooperativen Verhalten beider Partner gekennzeichnet", sagte der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Rietschen, Udo Zange. „Die nun vorliegende Endfassung der Vereinbarung bildet die Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Rietschen und dem Unternehmen Vattenfall über Jahrzehnte bis zum Auslaufen des Tagebaues Reichwalde", so Zange weiter.

Die Gemeinde Rietschen mit den dazugehörigen Orten Daubitz, Hammerstadt, Teicha und Rietschen liegt in direkter Nachbarschaft zum Tagebau Reichwalde. Dessen Kohlevorrat von 366 Millionen Tonnen würde bis Mitte der 2040-er Jahre reichen. Erst im April diesen Jahres war nach einer fünfjährigen Modernisierungsphase die Abraumförderbrücke in Betrieb gegangen. Die Wiederaufnahme der seit 1999 gestoppten Kohleförderung ist für Mitte Dezember diesen Jahres geplant.

Ihre Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen sind:

Kathi Miedtank
Vattenfall Europe Mining & Generation
Telefon (0355) 28 87 - 30 10
Fax (0355) 28 87 - 30 66
kathi.miedtank@vattenfall.de

Margit Noack
Gemeinde Rietschen
Telefon (03 57 72) 421 20
Fax (03 57 72) 421 27
post.rietschen@kin-sachsen.de