Pressemeldungen | 14-07-2011 | 16:00 PM

Waldeisenbahn fährt bald zum „Turm am Schweren Berg“

Vattenfall und Waldeisenbahn vereinbaren Strecken-Umverlegung ab 2015

Mit einer gemeinsamen Vereinbarung haben heute Vertreter der Waldeisenbahn und des Unternehmens Vattenfall die Umverlegung einer Teilstrecke der Waldeisenbahn Muskau in Richtung „Turm am Schweren Berg“ beschlossen. Die Strecke, die im Zeitraum zwischen 2015 und 2016 auf drei Kilometern Länge errichtet werden soll, würde damit die bisherige Strecke nach Mühlrose ersetzen, die sich im Bereich des genehmigten Tagebaus Nochten befindet. An der Maßnahme sind neben Vattenfall und dem Verein Waldeisenbahn e. V. auch der Landkreis Görlitz und die Stadt Weißwasser beteiligt. Nach Fertigstellung geht die Neubaustrecke als Fahrweg in das Eigentum des Landkreises Görlitz über.

„Vattenfall hat sich frühzeitig dazu bekannt, die Waldeisenbahn bei der Errichtung einer Neubaustrecke als Ausgleich zur sogenannten ‚Tonbahn’ zu unterstützen. Daher fanden erste Gespräche bereits im März 2009 statt. Der Endhaltepunkt ‚Turm am Schweren Berg’ mit direktem Blick auf den Tagebau Nochten, die sich anschließende Rekultivierungsfläche und künftig auf den Hermannsdorfer See wird hoffentlich viele Besucher von einer Fahrt mit der Waldeisenbahn überzeugen“, sagte Prof. Dr. Detlev Dähnert, Leiter Bergbauplanung/Genehmigung bei Vattenfall.

Der Realisierungszeitraum 2015 bis 2016 geht einher mit dem Transport eines Tagebaugroßgerätes entlang der nördlichen Markscheide des Tagebaus Nochten. In diesem Zusammenhang können Synergieeffekte bei der Errichtung der Umverlegungsstrecke erschlossen werden. In Vorbereitung der Bauarbeiten übernimmt Vattenfall zunächst die Vergabe, Beauftragung und Finanzierung der Genehmigungsplanung. Nach dem Abschluss des Großgerätetransports beginnt Vattenfall mit dem Bau der Strecke zum „Turm am Schweren Berg“.

„Mit der Vereinbarung geht ein großer Wunsch der Waldeisenbahner in Erfüllung. So schmerzlich der Verlust der historischen Strecke nach Mühlrose auch ist, so sind jetzt realisierbare Perspektiven für die Waldeisenbahn als lebendiges technisches Denkmal aufgezeigt. Nicht nur die Bahn, sondern auch die Region um Weißwasser wird dadurch attraktiver. Die Waldeisenbahn wird dann nach etwa 50 Jahren Pause mit dem Schweren Berg bei Weißwasser wieder historisches Gelände erreichen und Einblicke in die traditionelle Verbindung von Braunkohlenbergbau und Eisenbahnbetrieb bieten“, sagte Friedemann Tischer, Vorsitzender des Vereins Waldeisenbahn Muskau e. V.
„Ich möchte somit meinen Dank für das Zustandekommen dieser Vereinbarung allen Beteiligten übermitteln und sehe den heutigen Tag auch als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit unseres Vereins.“

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Kathi Miedtank, Vattenfall Europe AG,
Telefon (0355) 28 87 - 30 10, kathi.miedtank@vattenfall.de

Heiko Lichnok, Waldeisenbahn Muskau,
Telefon (035 76) 207 472, wem.gmbh@waldeisenbahn.de