Pressemeldungen | 29-08-2011 | 14:00 PM

Wissenschaftstag: Mit Braunkohle kann Regenerative Stromerzeugung wachsen

Vattenfalls Grundlastkraftwerke sind Partner der Erneuerbaren Energien

Damit der Anteil an dynamisch wachsenden Erneuerbaren Energien größer werden kann, arbeitet Vattenfall an einer stärkeren Flexibilisierung seiner vier Braunkohlenkraftwerke. Schon heute tragen die Grundlastkraftwerke mit ihrer Regelfähigkeit entscheidend zur Energieeinspeisung aus Erneuerbaren Energien bei. Rund 200 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten diese und weitere Aspekte einer Energiewirtschaft im Wandel beim nunmehr 5. Wissenschaftstag von Vattenfall in Cottbus. Hauptthema der Veranstaltung war die Rolle der Braunkohle im Energiemix der Zukunft. Mehrere Referenten verwiesen auf die Potenziale der Braunkohle für eine sichere, klimaschonende und kostengünstige Stromversorgung. Es wurden aktuelle Projekte auf dem Gebiet der Braunkohlen-Rohstoff-Forschung vorgestellt.

„In der Zukunft werden die Erneuerbaren Energien weiter an Fahrt gewinnen und das ist gut so. Darauf stellen wir uns ein. Es ist unsere Aufgabe, politischen Willen und physikalische Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Dabei will ich betonen, dass wir diese Anforderungen bereits heute erfüllen und wir uns nicht erst im Jahr 2030 damit auseinander setzen müssen. Schon heute regeln wir unsere Kraftwerke in den technisch bestehenden Grenzen und ermöglichen somit überhaupt erst das hohe Maß an Energieeinspeisung aus Regenativen Energiequellen“, erklärte das Vorstandsmitglied der Braunkohlensparte von Vattenfall, Hubertus Altmann, bei einem Pressegespräch im Rahmen des Wissenschaftstages. Im Jahr 2010 reagierte Vattenfall im Braunkohlenkraftwerk Jänschwalde 147 Mal auf Windeinspeisung, indem Leistungen eingesenkt oder Dampfkessel vom Netz genommen wurden.

Vattenfall präsentierte beim Wissenschaftstag seine Ansätze für eine technische Weiterentwicklung zur Flexibilisierung seiner Braunkohlenkraftwerke. Dabei sind die Faktoren Erweiterung des fahrbaren Lastbereichs und Erhöhung der Blockdynamik von besonderer Bedeutung. Konkret kommen alle Kraftwerkskomponenten, von der Leittechnik bis zur Turbospeisepumpe, unter die Lupe. Erste Schritte unternimmt das Unternehmen bei der Forschung zum verstärkten Einsatz von Trockenbraunkohle zur Senkung der Mindestlast. Mit Trockenbraunkohle als Stützfeuer zum Erhalt eines stabilen Kohlenfeuers könnte künftig die Mindestleistung eines 500 MW-Blockes am Kraftwerk Jänschwalde von derzeit 180 MW auf bis zu 90 MW gesenkt werden.

Herr Prof. Hake vom Forschungszentrum Jülich führte in seinem Vortrag aus, dass Braunkohle eine bedeutende Rolle beim Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung spielen kann: „Klimaschutz und Versorgungssicherheit sind möglich. Die Nutzung der Braunkohle stellt darüber hinaus einen Wirtschaftsfaktor dar; sie trägt in beträchtlichem Umfang zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region bei. Mit den angestrebten Innovationen im Kraftwerkssektor bestätigt Vattenfall seine Rolle als Technologieführer im europäischen Kraftwerkssektor. Voraussetzung dafür sind allerdings langfristig stabile gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen.“

Zu den weiteren Möglichkeiten in einem Kraftwerkspark der Zukunft zählen Maßnahmen, bei denen die entstehende Überschussenergie zur Energiespeicherung oder für neue Produkte genutzt werden kann. Unter anderem wurde über die Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse zur Gewinnung von künstlichem Gas diskutiert. Dieses künstliche Gas (Methan) wiederum würde im Erdgasnetz genügend Speicherplatz finden. Auch der Einsatz von zu Black Pellets getrockneter Biomasse könnte ein Weg sein, die Emissionsbilanz der Kraftwerke weiter zu verbessern.

Der Wissenschaftstag von Vattenfall ist eine Veranstaltungsreihe, die interessierten Teilnehmern die Möglichkeit bietet, sich an der Diskussion um die Energieversorgung von morgen aktiv zu beteiligen. Im Vordergrund stehen Themen und Projekte aus den Bereichen Bergbau, Stromerzeugung und Klimaschutz. Es referieren Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die ihre Ergebnisse präsentieren und zur Diskussion stellen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist:

Kathi Miedtank
Vattenfall Europe AG
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