Deutscher Athlet Julian von Schleinitz

Julian von Schleinitz ist einer der 100 vielversprechenden Nachwuchssportler, die wir im Rahmen des Vattenfall Olympic Talent Support unterstützen. Wir hoffen, dass unsere Förderung den Ausschlag gibt und dazu beiträgt, dass Julian seinen Weg zu den Olympischen Spielen mit Erfolg meistert.

Deutschland gehört zu den weltweit erfolgreichsten Nationen im Rodelsport. Vier Eisbahnen in Deutschland werden jedes Jahr für internationale Wettkämpfe genutzt.

Der Rennrodler Julian von Schleinitz, 21 Jahre alt, kam 2012/2013 zum German World Cup Team und trainiert nun für seine ersten Olympischen Spiele. Da er zum Vattenfall Olympic Talent Support gehört, kann er nach eigenen Aussagen den Sport und seine Ausbildung parallel weiterverfolgen. Julian erklärt: „Vattenfall unterstützt mich, so dass ich mich auf meinen Sport konzentrieren kann und gleichzeitig meine Ausbildung nicht vernachlässigen muss."

Erfolge: Sechsfacher Junioren-Weltmeister.

Wie bringen Sie Ihre sportliche Aktivität und Ihr Studium unter einen Hut?

Ich habe mich für einen doppelten Abschluss im Bereich Ingenieurwesen entschieden, den ich an den zwei Hochschulen München in Deutschland und Salzburg in Österreich absolviere. Ich bin nun im vierten Semester und auf dem Weg, meine Bachelorarbeit ein Jahr nach den Sotschi-Spielen 2014 beenden zu können. Mein Ziel ist es, vor den nächsten Olympischen Winterspielen 2018 meinen Master zu machen.

Könnten Sie einen typischen Trainingstag beschreiben?

Um mit meinen deutschen Wettbewerbern mithalten zu können, muss ich zwei Mal am Tag ungefähr fünf bis sechs Stunden trainieren. Als Vorbereitung auf die nächste Saison besteht mein Trainingsprogramm aus Ausdauertraining, Muskelaufbau und technischen Übungen. Es gibt aufgrund unserer Sportausrüstung viel im technischen Bereich zu tun, der der zweitwichtigste Teil unserer Sportart ist. Wir beschäftigen uns daher eingehend mit Ausstattungsinnovationen und technischen Vorarbeiten in unseren Heimwerkstätten. Der ehemalige Olympiasieger Georg Hackel unterstützt mich dabei, für den Wettkampf die besten technischen Ideen aus meinem Rodel heraus zu holen.

Welche sportlichen Ziele verfolgen Sie?

Auf nationaler Ebene stehe ich immer im Wettbewerb mit dem Olympiasieger von Vancouver 2010, Felix Loch, der auch in Sotschi als einer der stärksten Athleten im Rodelsport an den Start geht. Für die Olympischen Winterspiele kämpfen wir um drei feste Startplätze, ich muss mit dabei jedoch mit anderen internationalen erfahrenen Sportlern messen. Meine Teilnahme ist potenziell möglich. Einige von uns sind jedoch bereits fit genug, um in Sotschi als Teammitglied anzutreten. Mein langfristiges Ziel ist es, 2018 an den PyeongChang Olympischen Winterspielen teilzunehmen.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Im Augenblick habe ich eine Menge zu tun, zwischen meinen Trainingsstunden und meinen Vorlesungen und Klausuren an zwei Hochschulen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, mein Ingenieursstudium mit den technischen Vorbereitungen zum Rennrodeln zu verbinden. Ich werde mich um ein Praktikum bei unserem FES -Zentrum in Berlin bewerben, in dem Rodel Schlitten für das deutsche Team und andere wichtige Sportausrüstungen für olympische Disziplinen, wie zum Beispiel Rennsportkanus, entwickelt werden.