Klimaschutzvereinbarung

Die Klimaschutzvereinbarung von Vattenfall mit dem Land Berlin hat eine Halbierung der CO2-Emissionen der Berliner Erzeugungsanlagen zum Ziel. Das ist deutschlandweit einmalig.

 

Hintergrund

Das Unternehmen hat seine CO2-Emissionen in Berlin seit 1990 bereits deutlich reduziert und seit Jahren erfolgreiche Kooperationen mit dem Land Berlin zur Energieeffizienzsteigerung und Förderung von Erneuerbaren Energien. Mit der Klimaschutzvereinbarung von Oktober 2009 sagt Vattenfall zu, bis 2020 eine Halbierung der CO2-Emissionen aus den eigenen Erzeugungsanlagen zu erreichen. Gegenüber dem durchschnittlichen CO2-Aufkommen der Jahre 2006-2008 von 7,59 Millionen Tonnen entspricht dies ungefähr einer Reduzierung um eine Million Tonnen CO2. Damit leistet Vattenfall einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung des Berliner Klimaziels, die CO2-Emissionen der Stadt bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Inhalt

Maßgeblich für die Zielerreichung sind die Modernisierung der Berliner Erzeugungsanlagen und die Erhöhung des Anteils von Gas und Biomasse am Energiemix. So wurde das Heizkraftwerk Moabit bereits für einen umfänglichen Einsatz von Biomasse umgerüstet und ein neues Biomasse-Heizkraftwerk im Märkischen Viertel errichtet. Am Standort Lichterfelde sind die Bauarbeiten für ein neues Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk in vollem Gange.

Für die zur Zielerreichung noch zu leistende CO2-Emissionsminderung sind zwei Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung: Der verbliebene Block C des steinkohlebetriebenen HKW Reuter wird zu 2020 stillgelegt und die Braunkohleanlage des HKW Klingenberg durch eine gasbefeuerte Anlage am Standort Klingenberg ist bereits 2017 abgelöst worden. In Marzahn wird ein neues Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk errichtet.

Die Klimaschutzvereinbarung zielt zusätzlich auf erhebliche CO2-Minderungen durch die Ablösung ungekoppelter Heizkessel mit umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Von 2009 bis 2013 hat Vattenfall über 115.000 Wohneinheiten neu an die zu über 90 Prozent KWK-basierte Fernwärmeversorgung angeschlossen. Außerhalb der Fernwärmenetze wird eine Versorgung über kleinere KWK-Anlagen ermöglicht, darunter mittlerweile über 50 Blockheizkraftwerke.

E-Mobility und Smart Meter stehen beispielhaft für weitere innovative Handlungsfelder mit Potenzial für Energieeffizienz und Klimaschutz.

Darüber hinaus fördert das Unternehmen den Klimaschutz in der Stadt mit Know-how und Engagement in diversen Partnerschaften mit dem Land, mit Berliner Institutionen und Berliner Unternehmen.

Eine Machbarkeitsstudie gemeinsam mit dem Land Berlin soll aufzeigen, wie Vattenfall bis 2030 auf Steinkohle bei der Energieerzeugung verzichten kann.

Klimaschutzvereinbarung (PDF)

Monitoring

Die CO2-Emissionswerte werden jährlich in einem transparenten Verfahren der Deutschen Emissionshandelsstelle ermittelt. Sie liegen in den Jahren 2009-2013 durchschnittlich 46 Prozent unter dem Wert von 1990. Im Vergleich zum Ausgangswert der Jahre 2006-2008 wurde in diesem Zeitraum eine Emissionsreduzierung von mehr als 300.000 Tonnen erreicht.

Nach fünf Jahren Umsetzungsarbeit hat Vattenfall den vorgesehenen Zwischenbericht über den Stand der vereinbarten Maßnahmen und Ziele vorgelegt und gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlicht.

Zwischenbericht 2014 (PDF)

Danke!

Die Klimaschutzvereinbarung hat sich als Rahmen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bewährt: Sie fördert Investitionen in den Klimaschutz und bewirkt beiderseits ein zielstrebiges Engagement, zur Erreichung der Klimaschutzziele beizutragen.

Alexander Jung, Generalbevollmächtigter von Vattenfall für Berlin: „Wir danken unseren Mitarbeitern am Standort und unseren zahlreichen Partnerunternehmen, die mit ihrer Arbeit die Ziele der Klimaschutzvereinbarung Wirklichkeit werden lassen. Land und Bezirken gilt Dank für die konstruktive und positiv prägende Begleitung auf diesem Weg.“