Elektrokessel Karoline

Im Hamburger Karolinenviertel betreibt Vattenfall seit dreißig Jahren einen Elektrokessel für das Fernwärmesystem. Ab Frühjahr 2017 wird der mit Strom betriebene Kessel erneuert und damit die Anlage fit für die Zukunft gemacht.

Elektrokessel in der Karoline

Mit dem neuen Elektrokessel kann zukünftig sogar Windstrom in Wärme zum Heizen umgewandelt werden (Power to Heat). Dadurch verringert Vattenfall die Nutzung fossiler Energien und somit auch CO2-Emissionen - ein wichtiger Beitrag für die Energiewende in Hamburg.

Der Kessel wird als kurzfristig und flexibel einsatzbereite Anlage Wärme, also heißes Wasser, erzeugen und bei Bedarf Spitzenlastzeiten abdecken. Geplant ist außerdem, die Anlage bei einem kurzfristigen Überangebot von Strom an regenerativer Energien - insbesondere Windkraft aus Schleswig-Holstein - einzusetzen.

Arbeiten sind gestartet

Nach den vorbereitenden Maßnahmen wird im Frühjahr der alte Kessel demontiert. Die Anlieferung des neuen Kessels ist für den Sommer 2017 geplant. Die gesamten Baumaßnahmen werden voraussichtlich im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Keine Auswirkungen für Anwohner

Der Umbau findet in einem Gebäude statt, daher erwarten wir für Anwohner keine Beeinträchtigungen durch Baulärm oder Staubentwicklungen. Die  Baucontainer stehen auf dem Bürgersteig an der Ecke Flora-Neumann-Straße/ Karolinenstraße. Zeitweise gibt es während der Baustellenzeiten einen verstärkten Lieferverkehr. Die Anlage befindet sich in einem Verteil- und Abspannwerk der Stromnetz Hamburg GmbH.

Ihr Kontakt zu uns

Sie haben Fragen zur Modernisierung des Elektrokessels Karoline? Richten Sie diese bitte per
E-Mail an: Projektkommunikation

 

Verteil- und Abspannwerk Karolinenstraße, Flora-Neumann-Straße, Fotos: Bengt Lange

Die Anlage befindet sich in der Karolinenstraße 38, der Zugang erfolgt über das Tor in der Flora-Neumann-Straße (Nr. 37).

Ein Projekt im Rahmen des Programms SINTEG

Als Teil eines intelligenten Netzes soll der Kessel für Stabilität im Stromnetz und ein verbessertes Zusammenspiel von Erzeugung und Verbrauch sorgen. Die Erneuerung des Elektrokessels ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Programm zielt darauf ab, in großflächigen Modellregionen Musterlösungen für eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung zu entwickeln und wird durch die Bundesregierung gefördert. Dabei soll der Anteil Erneuerbarer Energien – insbesondere Windenergie – in unserem Fernwärmesystem erhöht und gleichzeitig das Abschalten von Windenergierädern in Zeiten schwacher Stromnachfrage bei sehr viel Wind vermieden werden.

Mehr Informationen zum Schaufenster für intelligente Energie (SINTEG) finden Sie unter Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

NEW 4.0


In Hamburg und Schleswig-Holstein hat sich unter dem Titel "NEW 4.0" ein ganz konkretes SINTEG-Schaufenster gebildet. Eine einzigartige Innovationsallianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zeigt in dem länderübergreifenden Großprojekt, wie die Gesamtregion mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits 2035 zu 100 Prozent sicher und zuverlässig mit regenerativem Strom versorgt werden kann.

"NEW" steht für die Norddeutsche EnergieWende und "4.0" beschreibt die Schwelle zur vierten industriellen Revolution: Die Digitalisierung der Industrie und die intelligente Vernetzung der Systeme im Rahmen der Energiewende. Weitere Informationen unter http://www.new4-0.de/

Fragen und Antworten zum Elektrokessel / Power to Heat-Anlage Karoline

 

Fragezeichen Wann wurde diese Anlage errichtet?

Am Standort wurde Ende des 19. Jahrhunderts das erste Kraftwerk der Hamburgische Electricitäts-Werke AG errichtet. 1987/88 erfolgt der Abriss des Kraftwerks und die Errichtung des jetzigen Elektrokessels, um die Fernwärmeversorgung zu Spitzenlastzeiten sicher zu stellen.

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 Mit welchem Brennstoff wird die Anlage betrieben?

Mit elektrischem Strom.

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Fragezeichen Wie oft ist die Anlage in Betrieb?

Das variiert von Jahr zu Jahr. Die Anlage ist eine reine Spitzenlast- und Besicherungsanlage.

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Fragezeichen In welcher Reihenfolge werden die Baumaßnahmen durchgeführt?

Zunächst wird die alte Anlage demontiert. Dann werden die Baumaßnahmen - Abriss und Neubau von Wänden und Ebenen - durchgeführt. Anschließend wird die Neuanlage montiert und die Inbetriebnahme beginnt.

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Fragezeichen Wie lange werden die Baumaßnahmen andauern?

Die Baumaßnahmen werden bis zum Spätsommer 2017 abgeschlossen sein. Die Montagearbeiten dauern bis Ende des Jahres. Die Inbetriebnahme kann bis zum Frühjahr 2018 dauern.

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Fragezeichen Wo liegt die Anlage genau? Und welche Straßenzüge sind durch die Baumaßnahmen betroffen?

Die Anlage befindet sich in der Karolinenstraße 38, der Zugang erfolgt über das Tor in der Flora-Neumann-Straße (Nr. 37).

Lageplan Baustelle Karoline

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Fragezeichen Inwieweit ist mit Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs zu rechnen?

Eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs findet nur durch den Anlieferverkehr statt. Bei der Anlieferung von Großkomponenten kann es zu vollständigen Straßensperrungen kommen. Diese sind an Sonn- oder Feiertagen geplant. Zudem werden Parkplätze vor dem Gebäude - sowohl in der Flora-Neumann-Straße als auch in der Karolinenstraße - für die Zeit der Baumaßnahmen gesperrt.

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Fragezeichen Inwieweit ist mit Emissionen (Lärm, Geruch und Staub) zu rechnen?

Die wesentlichen Arbeiten werden im Innenraum des Gebäudes durchgeführt, daher kommt es nicht zu Staub oder Geruchsbildung. Erhöhter Lärm entsteht durch den Anlieferverkehr und die Demontage der Altanlage. Die Demontage findet im Innenraum statt, dadurch wird die Lärmemission auf ein Minimum reduziert.

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Fragezeichen Ist ein Ansprechpartner vor Ort?

Die Baustelle wird durch einen Baustellenleiter überwacht. Unterstützt wird die Arbeit des Baustellenleiters durch den Werkschutz. Alternativ steht die Projektkommunikation für Fragen zur Verfügung.
E-Mail: projektkommunikation@vattenfall.de
Tel.: 040 2718 3444

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