Die Umwelt

Wie bei der Umsetzung vieler anderer Infrastrukturprojekte spielt auch bei Offshore-Projekten wie Sandbank ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und der Umwelt eine bedeutende Rolle.

 

 

Die Vereinbarkeit der ökologischen Schutzräume und ökonomischen Belange werden in einem umfangreichen Genehmigungsverfahren geregelt. Hierin steckt viel Detailarbeit. So kann ein solches Vorhaben nur dann genehmigt werden, wenn es

  • die Meeresumwelt und sämtliche Schutzgüter wie Fische, Kleinstlebewesen, Vögel und marine Säugetiere nicht gefährdet,
  • die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt und
  • den Erfordernissen der Raumordnung oder sonstigen öffentlichen Belangen wie Rohstoffsicherung, Landesverteidigung und Fischerei nicht entgegensteht.

 

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme der Pflanzen- und Tierwelt. Das ist Bestandteil der Umweltverträglichkeitsprüfung, die genau ermittelt, welche und wie viele Arten im Projektgebiet vorkommen. So lassen sich Einflüsse des Baus und später des Betriebes nachvollziehen. 

Dieses geschieht mittels Sichtbeobachtungen, akustischen Erfassungen, Erkundungen per Schiff und digitaler Erfassung per Flugzeug für Vögel und Schweinswale sowie Untersuchungen des Meeresbodens und der Fische. Die Ersterfassung vor dem Bau bildet die Basis, weitere Erfassungen erfolgen monatlich während der maximal zweijährigen Bauphase und in den ersten Jahren der Betriebsphase. Die Basiserkundung für Sandbank erfolgte in 2013 und 2014.

In dem mehrstufige Genehmigungsverfahren werden zudem die Beurteilungen verschiedener Interessenverbände wie Naturschutz-, Groß- und Kleinschifffahrts-, Fischerei und Windenergieverbände und des Bundesumweltamtes berücksichtigt.

Für Sandbank stand nach Auswertung der eingereichten Untersuchungsunterlagen sowie einer zweijährigen Umweltverträglichkeitsuntersuchung der Genehmigung nichts mehr im Wege. Ein begleitendes Umweltmonitoring wird während der Bau- und Betriebsphase weiter fortgesetzt, um wichtige Erkenntnisse für einen umweltverträglichen Betrieb und den Bau weiterer Folgeprojekte zu gewinnen.

Schutz der Meeressäuger


Während der Installationsphase der Fundamente liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Schutz von Schweinswalen, deren empfindliches Gehör durch den Rammschall bei der Installation der Fundamente beeinträchtigt werden könnte. Deshalb kommt ein mehrstufiges Schallschutzsystem zum Einsatz:

Vor dem Installationsstart werden mit sogenannten Pingern und Seal scarern Geräusche erzeugt, die die Meeressäuger warnen und aus dem Baugebiet vertreiben. Die ersten Minuten der folgenden Rammung geschehen mit einem so genannten Softstart, der die Hauptrammphase ankündigt. Das eigentliche Schallschutzsystem besteht aus einem Hydrosounddämpfer (HSD) und einem doppelten Blasenschleier. Auf diese Weise kann der Rammschall erheblich reduziert werden.

 

 


Weitere Informationen

 

Die Schiffe im Einsatz

Bei der Errichtung des Offshore Windparks Sandbank kommen während der verschiedenen Bauphasen speziell ausgewählte Schiffe zum Einsatz.

Präzise Flotte, Pacific Orca und mehr

 

Aktuelles

Erfahren Sie hier alle Neuigkeiten rund um den Offshore-Windpark Sandbank.

Zu den aktuellen  Meldungen

 

Fundamente

Um die Windräder sicher und standfest in der 21 bis 32 Meter tiefen Nordsee aufzustellen, werden die Fundamente bis zu 32 Meter tief im Meeresboden verankert.

Weiterführende Informationen zum Schallschutz

 

Wie ein Forschungsprojekt mehr über das Verhalten von Schweinen herausfindet

Die Schweinswale sind von einer großen Auswahl menschlich bedingter Störungen betroffen.

DEPONS