Technik & Komponenten

72 Windenergieanlagen auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern werden nach Fertigstellung des Windparks Sandbank mit ihren gewaltigen Rotorblättern den kräftigen Nordseewind in umweltfreundlichen Strom verwandeln

 

 

Die Windenergieanlagen


Jede der von Siemens hergestellten Anlagen hat eine maximale Gesamthöhe von 150 Metern über der Wasseroberfläche und eine Leistung von 4 Megawatt. Die Rotoren überstreichen eine Fläche von fast zwei Fußballfeldern und produzieren insgesamt 1,4 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Die Gondel selbst hat in etwa die Größe eines Busses und beherbergt die wesentlichen Bauteile, wie das Getriebe, den Generator oder die automatische Steuerung, die den Rotor in den richtigen Winkel zum Wind stellt.

Zum Transport und zur Montage der Windräder kommt das Installationsschiff „MPI Adventure“ zum Einsatz

  • Rotordurchmesser: 130 m
  • Rotorblattlänge: 63,45 m
  • Nabenhöhe: 94,75 m
  • Nennleistung: 4.0 MW
  • Gondelmasse ohne Rotor und Nabe: ca. 140 t
  • Gondelmasse mit Rotor und Nabe: ca. 240 t
  • Turm: ca. 290 t
  • Drehzahl: Rotor: 5-14 U/min
  • Einschaltwindgeschwindigkeit: 3-5 m/s
    (=Windstärke 2-3 - about 10 mph)
  • Nennwindgeschwindigkeit: ca. 11-12 m/s
    (=Windstärke 6 – about 30 mph)
  • Ausschaltwindgeschwindigkeit: 25 m/s (32 m/s mit HWRT)
    (=Windstärke 10 – about 56 mph)
  • Blattspitzengeschwindigkeit: ca. 340 km/h

 

Die Fundamente


Die Windenergieanlagen stehen auf Fundamenten des Typs Monopile, eine Pfahlstruktur mit einer Länge von bis zu 70 Metern – je nach Standort im Windpark und einen Durchmesser von bis zu 6,80 Metern. Ein einzelner Monopile wiegt bis zu 886 Tonnen und besteht aus bis zu 25 zylindrischen Einzelkomponenten, so genannten „Schüssen", die miteinander verschweißt sind. Die Schüsse werden aus ebenen Stahlplatten gewalzt und bei einem Druck von 5.700 Tonnen zu Zylindern geformt.

Für die Fertigung aller 72 Monopiles sind rund 52.000 Tonnen Stahl nötig. Mit der Herstellung der Fundamente für „Sandbank" ist das Unternehmen EEW SPC in Rostock beauftragt, die Transition pieces, also Verbindungsstücke, werden bei Bladt Industries in Aalborg (Dänemark) gefertigt.

Jeweils vier Sätze der Fundamente werden in Esbjerg auf das Installationsschiff Pacific Orca für einen Installationsgang verladen.

Zunächst wird der Monopile mit einem Spezialhammer im Boden verankert, darauf wird dann das gelbe Transition piece mit Hilfe einer Flanschverbindung verschraubt. Diese Verbindung ist eine Weiterentwicklung aus dem Vorgängerprojekt DanTysk, bei dem die Komponenten vergroutetd wurden. Die Verbindung mit Bolzen bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel eine Verkürzung der Installationszeit, da die Arbeiten viel wetterunabhängiger durchgeführt werden können. Somit kann der Einsatz kostspieliger Installationsschiffe reduziert werden.

 

Monopile

Keyfacts

  • Länge: bis 70 Meter

  • Durchmesser: bis zu 6,80 Meter

  • Gewicht: bis zu 886 Tonnen

  • Höhe: 25 Meter

  • Gewicht: ca. 280 Tonnen

Volle Kraft für die Energiewende

Das Offshore-Umspannwerk

Ein zentrales Element des Windparks DanTysk ist das 155/33-Kilovolt-Offshore-Umspannwerk. Denn es bildet die Schnittstelle zum Weitertransport der Energie über das Seekabel zum Festland. Hier wird der von allen Windturbinen produzierte Strom von 33 Kilovolt in 155 Kilovolt umgewandelt und anschließend zu einer Konverterstation weitergeleitet. Dort erfolgt die Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom, um eine möglichst verlustarme Stromübertragung ans Festland zu gewährleisten.

Die Kabel und der Netzanschluss


Die Kabel sind die Adern des Windparks Sandbank. Denn sie sorgen dafür, dass der auf See produzierte Strom von den Windrädern zur Umspannstation gelangt. Im Fachjargon heißt das: Innerparkverkablung.

Jeweils neun Windenenergieanlagen sind über einen Kabelstrang mit dem Umspannwerk verbunden. Da jeweils zwei Stränge miteinander verbunden werden können, kann auch im Falle eines Kabelschadens der Betrieb der Anlagen fortgesetzt werden.

Insgesamt 96 km Kabel innerhalb des Parks werden verlegt, je zur Hälfte kommen zwei verschiedene Querschnitte zum Einsatz: 630 mm² und 185mm². Die Kabel enthalten einen Lichtwellenleiter, der den Datenaustausch zwischen Windenergieanlage und Umspannwerk sowie die Fernsteuerung und Überwachung des Windparks vom Kontrollzentrum im dänischen Esbjerg ermöglicht. Die Kabel werden mindestens 60 cm tief, in den meisten Fällen mehr als ein Meter, in den Boden eingespült.

Vom Offshore-Umspannwerk wird die Energie zur Konverterstation Sylwin alpha des Netzbetreibers übertragen. Der Offshore-Anschluß Sylwin1 leitet den Strom über das circa 205 Kilometer lange See- und Landkabel nach Büttel bei Brunsbüttel und wird im dortigen Umspannwerk in das deutsche Höchstspannungsnetz eingespeist.

 

 


Weitere Informationen

 

Aktuelles

Erfahren Sie hier alle Neuigkeiten rund um den Offshore-Windpark Sandbank.

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Die Umwelt

Wie bei der Umsetzung vieler anderer Infrastrukturprojekte spielt auch bei Offshore-Projekten wie Sandbank ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und der Umwelt eine bedeutende Rolle.

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Die Schiffe im Einsatz

Bei der Errichtung des Offshore Windparks Sandbank kommen während der verschiedenen Bauphasen speziell ausgewählte Schiffe zum Einsatz.

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