Tagebau

Jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom kommt aus der Lausitzer Braunkohle. Seit mehr als einem Jahrhundert wird sie in den Tagebauen der Region gefördert. Etwa 33.500 Arbeitsplätze hängen hier direkt oder indirekt von der Braunkohlenindustrie ab.

 

 

Einzig ausreichend verfügbarer heimischer Rohstoff


Die Lausitzer Braunkohle ist der einzige Energieträger, der kontinuierlich und noch über viele Jahrzehnte ausreichend verfügbar ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lagern etwa 1,3 Milliarden Tonnen in bergrechtlich und landesplanerisch genehmigten Abbaufeldern von Vattenfall.
 2012 hat Vattenfall in der Lausitz insgesamt 62,4 Millionen Tonnen gefördert und in den nahe liegenden Wärmekraftwerken sicher und effizient in Energie umgewandelt.

Aus einem Kilogramm Braunkohle lässt sich ca. eine Kilowattstunde Strom erzeugen. Das ist genug Energie, um ein Mittagessen für vier Personen auf dem Elektroherd zu kochen, eine Maschine Wäsche zu waschen oder etwa sieben Stunden lang fern zu schauen.

 

Ein wesentlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit

Es ist unumstritten, dass sich die Energieversorgung der Zukunft noch stärker aus erneuerbaren Ressourcen speisen muss. Auf dem Weg dahin spielt eine möglichst umweltfreundliche Stromgewinnung aus Braunkohle eine wichtige Rolle. Ohne die flexible und zuverlässige Braunkohle wäre die Versorgungssicherheit und Kostenstabilität bei unserer Stromversorgung nicht gewährleistet.

So wichtig die Braunkohle historisch
 und strukturell für Deutschland ist – ihre Schattenseite ist hinlänglich bekannt:
 Die Verstromung von Braunkohle ist in Brandenburg für etwa 63 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich und führt zu erheblichen Eingriffen in die Landschaft. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Vattenfall in der Lausitz demonstriert, wie man mit diesem fossilen Energieträger verantwortungsvoll umgeht und ihn durch Innovationen klima- und damit auch umweltverträglicher macht.

Zukunftsfähige Tagebaue und moderne Kraftwerke

Vattenfall betreibt im Lausitzer Braunkohlenrevier fünf Tagebaue. Sie beliefern vor allem die Kraftwerke Schwarze Pumpe, Boxberg und Jänschwalde. Nach Milliardeninvestitionen in den Neubau und in die Ausstattung mit moderner Umwelttechnik verfügen wir heute über einen der modernsten Braunkohlenkraftwerksparks der Welt.

Freiliegender Rotor: geöffnete Dampfturbine im Kraftwerk Jänschwalde

In den Tagebauen der Lausitz werden für eine Tonne Braunkohle im Durchschnitt sieben Kubikmeter Abraum bewegt. Die Freilage des Kohleflözes erfolgt größtenteils mit Abraumförderbrücken vom Typ F 60, die Abtragshöhen von mindestens 60 Metern erreichen.

Mit rund 27.000 Tonnen Dienstmasse und einer Länge von knapp 600 Metern gehören sie zu den größten beweglichen Technikanlagen der Welt.

Umweltschonende Förderung

Mit einem Paket aus technischen und organisatorischen Maßnahmen setzen wir alles daran, die Staub- und Lärmbelastung im Umfeld von Tagebauen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Im Gegensatz zu einem Kraftwerk ist
 ein Tagebau keine feste Einrichtung. Er „wandert" im Jahr um etwa 300 Meter
 in Abbaurichtung weiter. Insofern haben es die Fachleute mit sich ständig verändernden Bedingungen zu tun, zum Beispiel was die Windrichtung oder die Nähe zu umgebenden Ortschaften angeht.

 

 


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