Lebensqualität am neuen Ort

Braunkohle kann nur im Tagebau wirtschaftlich gewonnen werden. Dazu ist die Inanspruchnahme von Land erforderlich. Trotz aller technologischen Fortschritte sind damit immer Eingriffe in die Natur und das Leben der Menschen vor Ort verbunden, die teilweise zum Verlust der angestammten Heimat führen. Wir tun alles, um diesen Prozess durch konstruktives, vertrauensvolles Miteinander vorzubereiten und sozialverträglich zu realisieren.

 

 

Im Dialog mit den Bürgern


Richtschnur der Bergbauplanung ist es, die Inanspruchnahme der Landschaft auf das unbedingt erforderliche Maß zu begrenzen. Sind dennoch Umsiedlungen von Orten oder Ortsteilen erforderlich, so unternehmen wir große Anstrengungen bei der Schaffung neuer Ansiedlungsorte. Eine Umsiedlung ist ein gravierender Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte. Vattenfall sorgt dafür, dass der gesamte Prozess – beginnend mit der Bekanntgabe von Abbauplänen bis hin zum Ankommen am neuen Lebensmittelpunkt – im Dialog mit breiter Bürgerbeteiligung stattfindet.

Der Lausitzer Weg


Mit dem "Lausitzer Weg" hat Vattenfall einen Ansatz entwickelt, der die Menschen mit ihren Anliegen ernst nimmt und – so gut dies möglich ist – aus Betroffenen Beteiligte macht. Er fasst die Leitgedanken einer sozial verträglichen Umsiedlung im Revier in einer Reihe von Kriterien und Grundsätzen zusammen. Ziel ist die gemeinsame Umsiedlung an einen Standort, bei gleicher oder möglichst besserer Lebensqualität. Lokale und kulturelle Identitäten sollen bewahrt werden, um ein neues Heimatgefühl aufzubauen.

Neben der materiellen Absicherung beinhaltet das Handlungskonzept eine differenzierte Angebotsplanung zum Mietwohnungsbau, zur Gewerbeansiedlung und für den Fortbestand des Vereinslebens. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen zudem potenzielle Zukunftschancen und regionale Entwicklungsalternativen für die betroffenen Gemeinden.

Die Entschädigungsregelungen von Vattenfall sind in ihrer grundsätzlichen Herangehensweise im Lausitzer Revier gleich. Eigentümern, Gewerbetreibenden sowie sonstigen Nutzungsberechtigten wird der Ersatz ohne Neuverschuldung auf Basis des Vorhandenen sichergestellt. Am Ansiedlungsstandort stehen insbesondere den Eigentümern flächen- und wertgleiche Ersatzgrundstücke zur Verfügung.

Der lange Weg zur Genehmigung


Tagebau JänschwaldeAnfang September 2007 hat Vattenfall seine Planungen für die Zukunft der Braunkohlenwirtschaft vorgelegt. Ob und wie diese Vorhaben Wirklichkeit werden, entscheidet sich in aufwändigen mehrjährigen Genehmigungsverfahren. Gesetzlich festgelegte Beteiligungen sichern die Mitsprache aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen.

Das komplette Verfahren erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens fünf bis sieben Jahren. Weitere drei bis fünf Jahre nimmt das berg- und wasserrechtliche Genehmigungsverfahren in Anspruch. Erst wenn danach die Landesregierung den erarbeiteten Braunkohlenplan für verbindlich erklärt, liegen die rechtlichen Voraussetzungen für weitere Planungen vor.

 

 


Weitere Informationen

 

Tagebau

Jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom kommt aus der Lausitzer Braunkohle. Seit mehr als einem Jahrhundert wird sie in den Tagebauen der Region gefördert. Etwa 33.500 Arbeitsplätze hängen hier direkt oder indirekt von der Braunkohlenindustrie ab.

Erfahren Sie mehr über den Lausitzer Braunkohlebergbau

 

Die Landschaft nach dem Bergbau

In der Lausitz wird keine einzige Tonne Braunkohle gefördert, ohne dass feststeht, wie der bergbauliche Eingriff in die bestehende Landschaft ausgeglichen wird.

Lesen Sie, wie Vattenfall Bergbaufolgelandschaften rekultiviert