Unsere energiepolitischen Forderungen

Deutschland muss in allen Sektoren mehr zur Umsetzung der Energiewende und zum Erreichen des nationalen Klimaschutzzieles 2030 tun.

 

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Alexander Jung

Generalbevollmächtigter Berlin

Andreas Vetter

PRA Germany

 

 

Mehr Offshore-Wind, um 65-%-Ziel des Koalitionsvertrages zu erreichen

Wir brauchen mind. 20 GW als Offshore-Beitrag bis 2030 (+ 5 GW im Vergleich zum aktuellen EEG 2017), um das Ziel 65% Erneuerbaren Stroms bis 2030 umzusetzen. Offshore-Strom bietet Versorgungssicherheit mit grundlastnahen 4.500 Volllaststunden. Der Zubau greift erst in den Jahren 2026 bis 2030. Deshalb müssen jetzt die Netze optimiert und der Netzausbau beschleunigt werden, damit planmäßig ab 2025 Strom über die HGÜ-Leitungen SuedLink/SuedOstLink in die Verbrauchszentren transportiert wird.

Den Wendepunkt für das Gelingen der Energiewende: Beschleunigter Netzausbau

Zusammen mit den Übertragungs- sowie Verteilnetzbetreibern und der BNetzA müssen ab sofort die Weichen für einen Zubau der leistungsstarken Gleichstromtrassen gestellt werden: Erweiterung der Vorhaben von bisher je zwei auf je drei bis vier GW-Übertragungskapazitäten. Gleichzeitig müssen regulatorische Anreize für ÜNBs geschaffen werden, um die Kosten für den Netzausbau zu senken und die Netznutzung zu optimieren. Die Digitalisierung der Netze ermöglicht eine Real-Time-Optimierung, die zu Kapazitätssteigerungen von bis zu 40% bei Bestandsnetzen führen kann.

Ein angepasstes Fördermodell für Offshore-Wind, um die Projektrealisierung zu gewährleisten

Mit Null-Euro-Geboten steigt das Risiko, dass Windparks bei ausbleibender Strompreisentwicklung nicht gebaut werden. Eine zweiseitig symmetrische Marktprämie füllt den Gebotspreis bis zu einer Konvergenz mit dem Strom-Marktpreis auf. Oberhalb des Gebotspreises fließen die Mehrerlöse auf das EEG-Konto.

Politische Klärung der Zukunft der Kohle, weil das Planungssicherheit schafft

Bis 2030 sind in Deutschland 60 Prozent weniger Kohlekapazitäten notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Sie wären auch versorgungssicher machbar und für die Wirtschaft verkraftbar. Unsere Analysen zeigen, dass auch bei einem forcierten Abbau von Kohlekapazitäten (20-27 GW bis 2030) lediglich mit einem Preisanstieg von etwa 3 bis 4 €/MWh zu rechnen ist.

Eine nationale CO2-Steuer, um Investitionen in neue Heizungsanlagen und Wärmewende auszulösen

CO2 muss im Wärmesektor - sowie im Verkehrssektor - durch eine nationale Steuer einen Preis bekommen (Heizöl unterliegt aktuell nahezu keiner Besteuerung). Bis 2030 besteht ein Potenzial von 70 Mio. Tonnen zur CO2-Einsparung durch den Ersatz alter Öl-Heizungsanlagen, Effizienzmaßnahmen bei Gebäuden und in der Industrie sowie dem Ausbau der Fernwärme.

Eine fortgesetzte Förderung der KWK bis 2030, weil das den Umstieg von Kohle auf Gas befördert

Das aktuelle KWKG 2016 fördert bis 2022 die effiziente Erzeugung von Strom und Wärme in einem Prozess. In 2018 muss rechtzeitig eine Anschlussregelung für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 getroffen werden, um den Neubau und die Umstellung von Steinkohle-KWK auf Gas-KWK sicherzustellen. KWK leistet einen erheblichen Beitrag zur CO2-Einsparung und zur Versorgungssicherheit insbesondere nach dem Kernenergieausstieg und dem voraussichtlichen Ende der Kohleverstromung.

 

Eine geförderte Sektorenkopplung, um Potenziale beispielsweise für Wärmewende nutzen

Die langfristige Dekarbonisierung braucht Sektorenkopplung. Dafür müssen allerdings die Investitionsbedingungen verbessert werden. Einen ersten wichtigen Schritt geht § 13 Absatz 6a Energiewirtschaftsgesetz mit der Förderung von Power-to-Heat in Norddeutschland. Diese Regelung sollte bundesweit gelten und bei nicht genutztem Fördervolumen für andere Technologien geöffnet werden (z.B. Power-to-Gas).

Dekarbonisierte Industrie, weil es eine technologische Chance für Deutschland ist

Vattenfall beteiligt sich in Schweden an weltweit erster Pilotanlage zur fossilfreien Stahlgewinnung mit Hilfe von Wasserstoff („HYBRIT“). Die konkreten Planungen beginnen im Frühjahr 2018, der Spatenstich soll im Sommer erfolgen. Durch HYBRIT können die schwedischen CO2-Emissionen um bis zu 10% sinken.

 

 

Newsletter Energie.Politik

Newsletter Energie.Politik - Juli 2018

Jetzt die Weichen für 2030 stellen! Die Energiewende braucht weitere politische Impulse. Erfahren Sie mehr in diesem Newsletter.

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Newsletter Energie.Politik - Januar 2018

Ein wichtiger Baustein der urbanen Wärmewende ist Power-to-Heat. In diesem Newsletter erfahren Sie mehr über dieses Thema.

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Newsletter Energie.Politik - März 2017

Die Umsetzung der Energiewende ist Realität in Deutschland. Was Vattenfall jetzt schon unternimmt und welche Ziele verfolgt werden, erfahren Sie in dieser Ausgabe.

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Newsletter Energie.Politik - Juni 2016

Lesen Sie in diesem Newsletter alles über die veränderte Haltung Vattenfalls zur Kohleverstromung und der Verwurzelung in Deutschland.

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Vattenfall ist Partner der Berliner Energiewende

Die Energielandschaft in Berlin wandelt sich. Diesen Wandel begleitet eine rege Diskussion um das beste Energiekonzept. Dabei ist die Stadt bereits jetzt in vielen Bereichen Vorreiter. Vattenfall treibt die Energiewende voran, indem das Unternehmen konsequent die Einbindung regenerativer Energien weiterdenkt.

Lesen Sie hier mehr über Vattenfall als Partner der Berliner Energiewende

 

 

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