Unternehmensgeschichte - Teil 3

Unsere Geschichte begann vor über 100 Jahren mit der Restrukturierung des Trollhättan-Kanals in Schweden. Heute ist Vattenfall einer der größten Stromerzeuger und der größte Wärmeproduzent in Europa. Unsere bisherige Reise war grandios - aber das ist erst der Anfang!

 


Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise anhand der folgenden Meilensteine:

2010


Im Mai trennt sich Vattenfall von 50Hertz Transmission GmbH, seinem Hochspannungsnetz in Deutschland. Im September kündigt Vattenfall eine neue strategische Richtung und eine neue geschäftsorientierte Struktur des Konzerns an, mit dem die bisherige geographische Ausrichtung ersetzt werden soll. Im September weiht Vattenfall Thanet, den weltweit größten Offshore-Windpark ein.

2011


Aufgrund der Entscheidung des Bundestags vom 30. Juni 2011, alle 17 Kernkraftwerke in Deutschland bis spätestens 2022 stillzulegen, war Vattenfall gezwungen, einen Abschreibungsverlust für den Buchwert der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel hinzunehmen und die Rücklagen für den Rückbau und die Entsorgung der Brennelemente zu steigern. Im Laufe des Jahres wurden im Rahmen von Vattenfalls Strategie, die den Schwerpunkt auf einige Hauptmärkte legt, eine Reihe Deinvestitionen vorgenommen. Beispielsweise wurden polnische, belgische und Teile der finnischen Geschäftsbereiche abgestoßen.

2012


Am 31. Juli hat Vattenfall einen Antrag bei der schwedischen Strahlenschutzbehörde (SSM) gestellt, um Klarheit über die Bedingungen zu erlangen, die für den Bau neuer Kernreaktoren gelten würden.

Mit Wirkung vom 1. November wurden einige Änderungen an der Unternehmensorganisation von Vattenfall vorgenommen. Zwei neue Business Divisions wurden gegründet, die Business Division Nuclear Power und die Business Division Sustainable Energy Projects. Die Geschäftseinheit für Windkraftproduktion wurde in die Business Division Production integriert.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 28. November hat Vattenfall seine neuen Finanzziele verabschiedet und in diesem Zusammenhang auch neue Nachhaltigkeitsziele vorgestellt.

2013


Am 22. September 2013 wurde in Hamburg ein Referendum darüber abgehalten, ob die Stadt alle notwendigen Maßnahmen treffen soll, um alle Strom-, Gas- und Fernwärmenetze zurückzukaufen. Eine knappe Mehrheit (50,9 Prozent) sprach sich für einen Rückkauf der Netze aus. Vattenfall hatte die Strom- und Fernwärmenetze 2001 in Verbindung mit dem Kauf von Anteilen der Stadt Hamburg am Energiedienstleister HEW übernommen.

2011 verkaufte Vattenfall 25,1 Prozent des Strom- und Fernwärmenetzes an die Stadt. Das Gasnetz gehört E.ON. Die Konzession für den Stromnetzbetrieb läuft zum Jahresende 2014 ab. Das Unternehmen, das die Konzession erhält, kann auch die Netze erwerben.

Nach dem Referendum haben die Stadt Hamburg und Vattenfall Verhandlungen über den Verkauf der verbleibenden 74,9 Prozent des Strom- und Fernwärmenetzes aufgenommen. Am 7. Februar 2014 wurde die Veräußerung der Anteile von Vattenfall am Stromnetzbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH abgeschlossen.

2014


Vattenfall beschließt, Möglichkeiten zur Veräußerung des Braunkohlegeschäfts in Deutschland zu prüfen, um die angestrebte Reduzierung seines CO2-Ausstoßes auf 65 Millionen Tonnen zu erreichen und seine Energieerzeugung auf einen höheren Anteil erneuerbarer Energien umzustellen. Das Unternehmen setzt seine Investitionen in Windenergie fort.

Vattenfall beschließt, mit dem Bau des Offshore-Windparks Sandbank (288 MW) in Deutschland fortzufahren. In Schweden wird der Onshore-Windpark Hjuleberg (36 MW) eingeweiht. Vattenfall und der Versicherer und Finanzdienstleister Skandia vereinbaren, gemeinsam in vier neue Windparks in Schweden mit einer kombinierten Kapazität von 141 MW zu investieren. Die Windparks sollen von einer gemeinsamen Gesellschaft betrieben werden. Damit finanziert erstmals ein schwedischer Finanzinvestor direkt den Bau neuer Windkraftanlagen.

Die Veräußerung des Heizkraftwerks Amager in Dänemark ist abgeschlossen. Zudem gibt Vattenfall den Verkauf des Heizkraftwerks Fyn in Dänemark bekannt.

2015


Vattenfall treibt im Laufe des Jahres seine Pläne zum Verkauf des Braunkohlegeschäfts in Deutschland weiter voran. In Dänemark vereinbart Vattenfall den Verkauf des Heizkraftwerks Nordjylland. Mit diesem Verkauf hat Vattenfall seine gesamten fossil befeuerten Kraftwerke in Dänemark veräußert.

Vattenfall beschließt, die Kernreaktoren Ringhals 1 und 2 wegen mangelnder Rentabilität infolge niedriger Strompreise und gestiegener Kosten 2020 bzw. 2019 - fünf Jahre früher als ursprünglich geplant - zu schließen.

Vattenfall setzt seine Investitionen in Windenergie fort. Der Offshore-Windpark DanTysk in Deutschland und der Onshore-Windpark Clashindarroch im Nordosten Schottlands werden eingeweiht. Vattenfall und die schwedische Pensionskasse AMF unterzeichnen einen Partnerschaftsvertrag, mit dem AMF 49 Prozent der Anteile an Vattenfalls Offshore-Windpark Ormonde im Nordwesten Großbritanniens übernimmt.

2016


Vattenfall unterzeichnete einen Vertrag über den Verkauf seines Braunkohlegeschäfts in Deutschland an das tschechische Energieunternehmen EPH und seinen Finanzpartner PPF Investment. Der schwedische Staat als Eigentümer befürwortete den Verkauf. Vattenfall schloss den Verkauf im September nach der Genehmigung durch die EU-Kommission ab.

Vattenfalls erster größerer Solarpark (5 Megawatt), der sich in direkter Nähe des Windparks Parc Cynog in Wales befindet, wurde fertiggestellt und nahm die Stromerzeugung auf. Der Bau des Offshore-Windparks Horns Rev 3 (407 Megawatt) vor der dänischen Westküste wurde begonnen. Der Ausbau des britischen Offshore-Windparks Kentish Flats (insgesamt 150 Megawatt) wurde eingeweiht. Vattenfalls deutscher Offshore-Windpark Sandbank (288 Megawatt) nahm die Stromerzeugung auf. Vattenfall gewann die Ausschreibung für den Bau küstennaher („near shore“) Windkraftanlagen vor der Westküste Jütlands (Gesamtkapazität 350 Megawatt).

Nach dem Beschluss zur Abschaffung der Leistungssteuer auf Kernenergie in Verbindung mit dem schwedischen Energieabkommen entschied Vattenfalls Board of Directors, in die unabhängige Reaktorkühlung der drei Reaktoren in Forsmark zu investieren.

Das Ladenetzwerk InCharge, das Vattenfall gemeinsam mit Partnern in Schweden und Nordeuropa aufbaut, um die Möglichkeiten zum Aufladen von Elektroautos zu verbessern, ging an den Start. Vattenfall weihte Skandinaviens erste Hybrid-Buslinie mit drahtlosem Haltestellenladen in Södertälje südlich von Stockholm ein.

 

 


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Seit 120 Jahren ist Vattenfall – vormals HEW – am Standort Hamburg ansässig. Erfahren Sie hier mehr über unsere gemeinsame Geschichte mit der Hansestadt.

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Unsere Geschichte

Vattenfall besitzt eine über 100-jährige Firmengeschichte und feiert in diesem Jahr das Firmenjubiläum in Berlin und in Hamburg.

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